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Faith – The van Helsing Chronicles 1: Die Zusammenkunft

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Nun endlich habe ich es geschafft die erste Folge von Faith – The van Helsing Chronicles zu Ende zu hören. Das liegt nicht etwa daran, dass die Folge schlecht ist, sondern es ist einfach der Tatsache geschuldet, dass ich Hörbücher/Hörspiele immer kurz bevor ich ins Bett gehe anmache. Da ich relativ schnell einschlafe, schaffe ich meist nur zwei bis drei Tracks, sodass ich beim anschließenden Track schon gar nicht mehr weiß, was da eigentlich die Handlung war. Oder um es in anderen Worten zu sagen: Von 40 Minuten Benjamin Blümchen, schaffe ich 10 Minuten (allerhöchstens).

INHALT: Vor über 100 Jahren war ein sogenannter Dr. Abraham van Helsing der Erste, der sich gegen die Vampire und Dämonen auflehnte und diese zu bekämpfen versuchte. Doch das Böse erwachte immer wieder von Neuem und wurde bei jedem Mal stärker. Von Generation zu Generation wurde die Gabe – oder der Fluch, wie die Heldin des Hörspiels es nennt -, Wesen der Dunkelheit vernichten zu können, weitergegeben. Doch am 16. November 1987 sollte sich alles ändern, denn fast die komplette Linie der van Helsings wurde ausgelöscht bis auf eine Person: Faith.

Mit 16 Jahren war Faith ein ganz normales Mädchen, sie hatte die gleichen Probleme, wie jeder andere Teenager in den USA: “Was ziehe ich zur Highschool an? Welchen Lippenstift benutze ich? Und welches Make-up passt dazu? Nicht zu vergessen, den geeigneten Nagellack und kiloweise Kaugummis.” Doch schon bald sollte sich an einem Abend für Faith alles ändern.

Faith hatte mal wieder einen angenehmen Kinoabend mit ihren Freunden, Shania und Melvin, verbracht. Während diese über den schlechten Film lästern, schlendern die drei Freunde zu Faith nach Hause. Doch was sie hier vorfinden, lässt ihren Atem stocken. Faith Adoptiveltern lagen mit aufgerissener Kehle auf dem Sofa. Valeria und Rufina, Hexe und Vampir, heißen die Drei mit einem bösartigen Grinsen willkommen, rühmten sich mit ihrer zwielichtigen Tat und wollten gerade auf Faith und ihre Freunde losgehen, als aus dem Nichts der Retter in die Wohnung stürmte. Christopher Lane setzte all seine Kraft gegen Valeria und Rufina ein und ermöglichte somit die Flucht. Doch diese wurde von einem weiteren Bösewicht namens Hunter, der scheinbar Valeria und Rufina befehligt, aufgehalten. Zunächst versuchte Lane Hunter zu bekämpfen, doch bei dem strömenden Regen verlor er das Gleichgewicht und fiel zu Boden. Kurz bevor Hunter ihn aufspießen konnte, erwachte in Faith eine ungeahnte Energie. Faith nutzte ihre neu gewonnene Kraft und wandte sie gegen Hunter an. Dieser konnte sich trotz schwerer Verletzungen im Schatten zurückziehen und verschwand so schnell, wie er auftauchte.

Nachdem alle vier sich nun endlich in Sicherheit befanden, erzählte Lane einige Dinge aus Faith Vergangenheit: Ihr leiblicher Vater wurde bereits vor ihrer Geburt durch Hunter getötet. Christopher Lane, zu diesem Zeitpunkt ein guter Freund der Familie, hat sich seither um die leibliche Mutter von Faith gekümmert, beide verliebten sich ineinander. Einige Zeit nach Faith Geburt wurde auch die leibliche Mutter von Hunter ermordet. Weil Christopher Faith in Sicherheit wissen wollte, hat er sie zur Adoption freigegeben. 16 Jahre konnte Faith ohne jede Gefahr glücklich aufwachsen, doch nun ist das Böse wieder erwacht. Damit die letzte Erbin der Gabe der van Helsings überlebt, spürte Lane Faith auf um sie zu beschützen und um sie auf den Kampf vorzubereiten.

Doch ist das wirklich die ganze Wahrheit? Und was hat es eigentlich mit diesem Hunter auf sich? Hierzu muss wohl die nächste Folge gehört werden.

REZENSION: Zunächst verspricht Faith – The van Helsing Chronicles allein durch Titel und Aufmachung der Cover richtig gut zu werden, doch leider trügt der Anschein. Denn die komplette erste Folge erinnert doch sehr an Buffy – The Vampire Slayer, und das nicht nur wegen des Themas: Teenage Demon Slayer erwacht, bekommt einen Wächter an die Seite gestellt, und bekämpft fortan das Böse mit ihren Freunden. Sondern, es erinnert auch an die Serie wegen der vielen bekannten Synchronstimmen, wie die von Nana Spier, Thomas Nero Wolff oder David Nathan, welche der Reihe nach Buffy (die Heldin), Giles (den Wächter) und Spike (der “gute” helfende Vampir) gesprochen haben, und nun im Hörspiel der Reihe nach Faith (die Heldin), Lane (den Wächter) und Raven (der helfende Vampir) sprechen. Nicht, dass das etwa alles schon gewöhnungsbedürftig genug wäre. Nein, denn auch die Charaktere lassen den Zuhörer zeitweise ins Grübeln geraten: Wie soll eine Heldin, die ständig nur weint und in Selbstmitleid versinkt, die Welt retten? Welche Drogen nehmen Shania und Melvin, dass egal ob da eine frisch zerfetzte Leiche auf dem Sofa liegt oder man gleich durch einen Oberbösewicht aufgespießt werden könnte, beide irgendwie immer fröhlich drauf sind? Die gesamte erste Folge ist schon sehr merkwürdig und schrottig. Aber irgendwo, zwischen Irrwitz und Trash, bietet die Serie wahnsinnig viele Möglichkeiten doch noch unglaublich gut zu werden. Der erste Schritt ist bereits getan, man hat vertraute Stimmen genommen, die, wenn man sich daran gewöhnt hat, doch nicht so befremdlich wirken, und diese in eine qualitativ hochwertige Aufnahme gepackt. Jetzt muss nur noch die Story besser werden.

FAZIT: Man sollte sich bewusst sein, dass hier viele bekannte Stimmen mitwirken, die den ersten Eindruck nach rein gar nicht zu den jeweiligen Charakteren passen. Doch wie bereits erwähnt, hat man sich daran gewöhnt, ist das Hörspiel gar nicht so schlecht. Aber ein wirkliches Highlight ist es auch nicht.

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• Genre: Hörbuch & Hörspiele (Vampire) • Verlag: Russel & Brandon Company (14. November 2005) • ISBN: 3936614393 • Dauer: 61:11 Minuten • Reihe: The van Helsing Chronicles •

(Hörspiel © Russel & Brandon Company)

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