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[Rezension] Die Rottentodds – Onkel Deprius‘ dunkles Erbe

Die Rottentodds - Onkel Deprius dunkles Erbe

INHALT: Pollyxenia „Polly“ Rottentodd scheint der einzig normale Mensch in ihrer Familie zu sein. Genau genommen ist sie der einzige Mensch in der Familie Rottentodd. Ihre Mutter Prospera ist sehr ernährungsbewusst und stets vornehm, ihr Vater Patrizius besitzt ein Bestattungsunternehmen und ist sehr akkurat, im Gegensatz zu ihren beiden Zwillingsbrüder Pamphilius „Pampe“ und Palmatius „Palme“. Sie sind immer neugierig, frech und für Streiche zu haben. Aber Polly betont auch, dass man sich im Zweifelsfall immer auf ihre Brüder verlassen kann und so auch in diesem Teil von „Die Rottentodds – Onkel Deprius‘ dunkles Erbe“.

Wieder einmal sind die Rottentodds am Mittagessen. Wieder einmal beschweren sich Pampe und Palme, dass sie den selbst gemachten gesunden Schmeißfliegensalat ihrer Mutter essen müssen, während Polly etwas Menschliches zu essen bekommt. Wieder einmal erklärt Prospera ihren Jungs, dass Polly ja nichts dafürkann, dass sie ein Mensch ist und nun mal etwas anders zu essen benötigt. Doch dieses Mal klingelt es auch an der Tür und der Postbote hat ein Einschreiben vom Notar in der Hand. Die Rottentodds sind Erben von Onkel Deprius Hab und Gut in Ätzdorf.

Ohne Zögern lassen die Rottentodds ihr altes Leben zurück. Na ja Polly beschwert sich, da sie ihre Freunde, ihre Schule und generell alles Bekannte zurücklassen muss, doch es gibt keinen Ausweg. Missmutig zieht Polly und voller Freude die restliche Sippschaft nach Ätzdorf, wo auch schon drei weitere komische Gestalten auf sie warten: Bruno der Butler, Karla die Köchin und Gunther der Gärtner – allesamt so abgefahren wie Pollys Familie. Selbst der erste Schultag an Pollys neuer Schule – ihre Brüder bekommen Privatunterricht – stellt sich als völliger Reinfall heraus. Kein einziger Mensch redet mit mir. Doch einer, ein komischer wortkarger Junge namens Pit Nick. Er und der kleine Yorkshireterrier Hannibal, auch einer von „denen“ aber liebenswürdig, sind die einzigen beiden Gründe, warum Polly nun doch nicht auf Internat will … aber ob Polly doch noch glücklich wird in ihrer neuen Heimat Ätzdorf, werde ich hier nicht verraten 😉

REZENSION: Ich bin wegen des grellgrünen Buchrückens im Bücherregal des Buchladens auf das Buch „Die Rottentodds – Onkel Deprius‘ dunkles Erbe“ aufmerksam geworden. Als sich dann beim ersten Blick auf das Cover herausstellte, dass wir hier eine Art Adamsfamilie haben, wurde mein Interesse gestärkt, in das Buch hineinzuschauen. Und tatsächlich „Schmeißfliegensalat“, „tiefgefrorene Quallenstücke am Stiel“ und viel mehr Abgefahrenes bestimmen die Stimmung im Buch.

Auf charmante und lustige Weise schreibt Harald Tonollo (Autor) über das nicht so einfache Leben der Pollyxenia „Polly“ Rottentodd inzwischen ihrer sehr skurrilen und exzentrischen Familie. Während die Rottentodds allesamt 800 bis 900 Jahre alt werden können, damit gerne mal angeben, dass sie bereits zu Zeiten der Französischen Revolution die Köpfe rollen ließen und eigentlich alles menschlich Leckere und Schöne abscheulich finden, muss Polly damit klarkommen der einzige Mensch in der Familie zu sein und mit den Tücken des Menschsein und manchmal deshalb missverstanden zu werden. Nun klingt das so als müsse man mit Polly Mitleid haben, doch das Gegenteil ist der Fall. Dadurch, dass ihre Familie so anders ist als andere, erlebt Polly viele Abenteuer. Und diese Abenteuer bereiten Spaß beim Lesen, nicht nur jung, sondern auch älter.

FAZIT: Nicht nur das Cover, sondern auch der Inhalt spricht an. Das Buch lässt sich zügig lesen und eignet sich nicht nur für klein, sondern auch groß. Der Leser kann sich schnell mit Polly und dem Rest der Familie Rottentodd identifizieren – vielleicht nicht mit der Sippschaft, aber ein Versuch wäre es wert. Eigentlich wartet man nur darauf das alle spannende und spaßige Abenteuer erleben und möchte nach diesem Buch auch die anderen Bücher lesen.

50-sterne

• Genre: Kinder- & Jugendbuch • Verlag: Coppenrath (15. Juni 2009) • ISBN: 978-3815796870 • Seiten: 136 Seiten • Reihe: Die Rottentodds •

(Buch © Coppenrath Verlag)

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