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[Rezension] Solange du mich siehst: Zwei Erzählungen — Cecelia Ahern

Solange du mich siehst: Zwei Erzählungen

INHALT: Über den Inhalt möchte ich nicht viel sagen, da man bei nur 128 Seiten, schnell zu erzählt hat. Es sei gesagt, es handelt sich hier um zwei Geschichten. In der ersten Geschichte geht es um einen Mann, der eine Maschine erfunden hat, die Erinnerungen verändern kann. Die zweite Geschichte handelt von einer jungen Frau, die an ihrem Hochzeitstag einmal zu viel in den Spiegel schaut.

REZENSION: Cecelia Ahern ist eine Bestseller-Autorin, einige ihrer Romane wurden sogar schon verfilmt. „P.S. Ich liebe dich“ sollte das erste Buch sein, welches ich von ihr lesen sollte. Die Geschichte hat mir so gut gefallen, dass ich gerne mehr von ihr lesen wollte. Also kaufte ich mir ihren zweiten Roman „Für immer vielleicht“. Doch leider ergab sich nie die Zeit diesen Roman zu lesen, da ich viel zu tun hatte. So kam es mir ganz recht, dass im März 2012 dieses kleine Buch von ihr erschienen ist. Jetzt endlich habe ich es gelesen und ich wurde mit einem zermürbenden Gefühl im Magen zurückgelassen.
Nun ja, mir war bewusst, dass allein von der Stärke des Buches, die Geschichten nicht wirklich ausufernd sein können. Was nicht zwangsläufig schlimm sein muss. Doch leider fehlen z.B. in der ersten Geschichte die detaillierten Charakterbeschreibungen. Der Leser weiß lediglich, dass der Mann eine Maschine erfunden hat. Es werden keine Beweggründe für die Erfindung genannt, noch wird das Gefühlsleben des Mannes wirklich betrachtet. Er wirkt verbittert, alt und gemein. Als Hauptcharakter hat man es dann mit diesen Eigenschaften schwer den Leser zu überzeugen. Auch der Rest dieser Geschichte ist eher trüb und niederschmetternd. Wahrscheinlich sollte die Geschichte zum Denken anregen, dass man sein Handeln überdenken soll, bevor eine schlechte Erinnerung im Gedächtnis zurückbleibt.
Aber auch die zweite Geschichte ist nicht aufbauender. Während hier zwar die Charaktere besser beschrieben wurden und der Leser auch Einblicke in die Vergangenheit der Protagonisten erhält, wirken die übernatürlichen Geschehnisse beklemmend und unheimlich. Die Farbe schwarz spielt in dieser Geschichte eine große Rolle, was den bereits düsteren Eindruck verstärkt. Auch sind einige Handlungen der Charaktere nicht ganz nachvollziehbar und hinterlassen eine gewisse innerliche Erschütterung, frei nach dem Motto „WIESO?!?!?!?“. Auch in dieser Geschichte schwingt der Beiklang einer Moral mit, die mir als solche nicht ganz schlüssig erscheint. Denn wird man nicht dazu erzogen Dinge nicht immer nur zu akzeptieren, sondern auch mal zu hinterfragen?
Insgesamt hätte ich mir einfach mehr erhofft, denn auch beklemmende und bedrückende Themen können in schöne Geschichten besprochen werden.

FAZIT: Das kleine Buch von Cecelia Ahern liest sich zwar flüssig, jedoch wirkt es gedrungen und verbittert. Der Lesespaß bleibt aus und die eigenartigen Geschichten, welche wahrscheinlich zum Nachdenken anregen sollen, möchte man einfach nur schnell wieder vergessen. Schade, denn ich hätte mir mehr erhofft.

20-sterne

• Genre: Belletristik, Kurzgeschichten • Verlag: Krüger Verlag (2012) • ISBN: 978-3810501493 • Seiten: 128 Seiten • Originaltitel: Girl in the Mirror • Kindle-Version erhältlich •

(Buch © Krüger)

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