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Dorian Hunter 5 – Der Griff aus dem Nichts

Dorian Hunter - Der Griff aus dem Nichts

INHALT: Dorian Hunter wurde von seinem Freund Jeff Parker nach Los Angeles, genau genommen in die Hollywood Hills, eingeladen. Denn dort konnte Jeff den gesuchten Dr. Robert Fuller, einen weiteren Bruder Dorians, ausfindig machen. Doch bevor sich Dorian auf die Dämonenjagd begeben kann, hat Jeff ihm zu Ehren eine kleine Begrüßungsparty geplant, zu der auch Lorna Blue eingeladen ist. Die protzige Dame hat sich Dorian als Objekt der Begierde erkoren und drängt sich ihm auf. In einem anrüchigen Gespräch erfährt Dorian, dass Dr. Fuller DER Schönheitschirurg Hollywoods war. War, denn er hat vor einem halben Jahr seine Praxis aufgegeben und ist seither verschwunden. Jedoch ist Lorna eine gute Freundin von ihm und möchte Dorian die Kontaktdaten geben. Dorian folgt ihr in ein abgeschiedenes Zimmer. Dort angekommen fällt Lorna sprichwörtlich über Dorian her. Die sexuelle Begierde verwandelt sich schnell in rohe Gewalt, denn offensichtlich hat der Doktor Lorna nicht nur „verschönert“, sondern auch mit übernatürlichen Kräften ausgestattet. Um nicht umgebracht zu werden, bleibt Dorian nichts weiter übrig, als Lorna mit einer schweren Bronzefigur k.o. zu schlagen. Vor Erschöpfung fällt auch Dorian in Ohnmacht…

REZENSION: „Dorian Hunter: Der Griff aus dem Nichts“ ist die nunmehr fünfte Folge der Serie und kann mit der hochwertigen Produktion und Hörspielqualität der anderen Folgen durchaus mithalten. Wie bereits der Vorgänger beginnt auch diese Episode mit einer Zusammenfassung des bisher Geschehenen in Form einer schnellen Abfolge von Dialogauszügen. Der Zusammenschnitt zu Beginn des neuen Abenteuers scheint damit fester Bestandteil der Hörspielreihe zu werden, was ich für ideal erachte, da es so den Einstieg in die neue Folge nach einer längeren Pause vereinfacht. Die Handlung von „Der Griff aus dem Nichts“ scheint bereits nach wenigen Minuten klar zu sein und man kann sich nur schwer vorstellen, wieso das Hörspiel dann eine Länge von 74 Minuten hat. Doch je weiter die Handlung fortschreitet, umso komplizierter und verwirrender wird diese auch, sodass das vermeintlich vorhergesehene Ende erst gar nicht eintritt. Nichtsdestotrotz beschert das Finale Gänsehaut.

Neben der cleveren Täuschung kommt die fünfte Folge auch mit verhältnismäßig wenig Action und Schusswechseln aus. Weshalb für mich Dialoge und Sprecher überzeugen mussten. Stimmen wie die von Thomas Schmuckert und Hasso Zorn müssen nicht mehr umjubelt werden, da diese wie immer eine sehr gute Leistung abgeben. Stattdessen sollte man seine Aufmerksamkeit auf die unregelmäßigen bzw. nur für diese Folge eingesetzten Sprecher richten. An erster Stelle wäre Andreas von der Menden zu erwähnen, dessen Stimme eher bekannt sein dürfte als die von David Hasselhoff, aber auch aus diversen Folgen von „Die drei Fragezeichen“. Auch wenn er seiner Rolle den gewissen Charme verleiht, hatte ich ab und an das Gefühl Jeff Parker nicht wirklich ernst nehmen zu können, eben gerade weil David Hasselhoff in Serien wie „Baywatch“ oder „Knight Rider“ eine Paraderolle gespielt hat. Andererseits führt das Belächeln zu sehr witzigen Szenen, so z.B. verfällt Dorian Hunter in einen Warum-ich-Rache-geschworen-habe-Monolog, während sein Freund Jeff im Hintergrund attackiert wird und um sein Leben kämpft.

Katja Brügger stellt eine weitere wunderbare Stimme zur Verfügung, denn sie spricht Dorothy Melone und verkörpert damit eine etwas ältere, stilvollere, aber auch etwas verlebte Frau. Auch Marco Göllner ist wieder mit an Bord. Scheinbar hat er so viel Spaß am Einsprechen für die Hörspiele, dass er nachdem sein Charakter Bruno Guozzi in der vorherigen Episode vernichtet wurde, die Rolle des zunächst zwielichtig erscheinenden Tim Morton übernimmt. Jedoch gibt es neben dem vielen Lob auch eine Stimme, die mir so gar nicht zugesagt hat. Dabei handelt es sich um die von Bea Kopyto, die in den ersten Folgen Anastasia von Lethian, die Mutter von Dorian Hunter, gesprochen hat. Nun liegt es nicht an der Doppelbesetzung, sondern eher daran, dass die Rolle der Lorna Blue sehr gekünstelt und unecht wirkt, frei nach dem Motto: „Ach ich muss hier noch was einsprechen, was mich eigentlich total langweilt.“ Ich muss zugeben, dass ich froh war, als die Szenen mit der besten Kundin des Schönheitschirurgen vorbei waren.

FAZIT: „Dorian Hunter: Der Griff aus dem Nichts“ ist eine durchaus gelungene Folge mit der üblich guten Hörspielqualität, dennoch wirkt das Ende etwas zu verwirrend und die eine oder andere Stimme zu gekünstelt und zu unecht im Vergleich mit den anderen.

35-sterne

• Genre: Gruselhörspiel • Studio: Folgenreich/Universal (22. Februar 2009) • ASIN: B0048IDRQ4 • Dauer: 74 Minuten • Auch als mp3-Version erhältlich •

(Bilder © 2009 Folgenreich/Universal)

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