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Die Tribute von Panem: Catching Fire

Die Tribute von Panem: Catching Fire INHALT: Nachdem Katniss Everdeen und Peeta Mellark die Hunger-Spiele überstanden haben, müssen sie für die Tour der Sieger durch alle Distrikte immer noch an der Illusion festhalten, das tragische Liebespaar aus den 74. Hunger-Spielen zu sein. Während der Tour spüren sowohl Katniss als auch Peeta, dass sich etwas geändert hat. Die Menschen in den Distrikten beginnen sich gegen das Kapitol, und damit Präsident Snow, aufzulehnen. Doch dieser will die Rebellion aufhalten und droht Katniss Familie und ihren besten Freund Gale Hawthorne zu ermorden, wenn sie nicht in der Lage ist, die Hoffnung der Menschen im Keim zu ersticken. Präsident Snow ist alles andere als überzeugt, dass Katniss seinen Plan erfüllt. Aus diesem Grund hat er sich für die 75. Hunger-Spiele etwas ganz besonders überlegt. Anlässlich des dritten Jubel-Jubiläums, welches alle 25 Jahre stattfindet, sollen zum ersten Mal die Sieger aus den Distrikten gegeneinander antreten und bis zum bitteren Ende kämpfen. Präsident Snow will sich so Katniss als Hoffnungsträgerin entledigen… REZENSION: Mit „Die Tribute von Panem: Catching Fire“ kommt nun endlich der zweite Teil der Serie in die Kinos. Bereits vor dem eigentlichen Kinostart wurde der Film massiv von den Medien gehypt und das zurecht, wie ich finde. Denn der zweite Teil der Trilogie kann nicht nur mit einer atemberaubenden Umgebung und Effekten aufwarten, sondern auch mit vielen Emotionen, die durch das Drehbuch und die Schauspieler transportiert werden. Kombiniert kann man hier durchaus von einem der besten, wenn nicht sogar vom besten Film 2013 reden. Der Film ist ein Ungetüm einer filmischen Adaption. Während die Länge von knapp 150 Minuten sehr entmutigend auf den Kinogänger wirkt, überrascht es umso mehr, dass die Geschichte eine angenehme Geschwindigkeit der ablaufenden Ereignisse annimmt. Auf diese Weise kann man den lieb gewordenen Charakteren aus dem ersten Teil zusehen, mit welchen schrecklichen Vorfällen und welcher Bürde der hoffnungsvollen Zukunft sie zu kämpfen haben. Trotz der Länge wurde die Handlung aus dem Buch verschlankt und einige Kapitel sogar ganz weggelassen. So hat man auf Charaktere wie Madge, Maysilee oder Twill verzichtet und springt auch von Gales Genesung direkt zur Ankündigung des Jubel-Jubiläums. Auch hat man einige Szenen erschreckender und dramatischer dargestellt, als wie sie im Buch beschrieben werden. So zum Beispiel Katniss Abschied aus Distrikt 12 als sie zu den Hunger-Spielen abgeführt wird. Allerdings unterstreichen solche Szenen nur noch mehr die Gefahr, die vom Kapitol ausgeht. Indem nun die Geschichte etwas verschlankt und auch brutaler gestaltet wurde, kann die dramatische und temporeiche Geschichte um Panem durchaus zum Hollywoodepos werden. In Anbetracht des Umfangs des Films und den Auswirkungen von „Die Tribute von Panem: Hunger Games“, ist es unabdingbar eine neue Besetzung, neben den Kerncharakteren, einzuführen. Entgegen der hohen Anzahl der neu eingeführten Persönlichkeiten wirken die Szenen aus „Die Tribute von Panem: Catching Fire“ nie überladen, sodass jeder Charakter für sich brillieren kann. Jennifer Lawrence zeigt neuerlich eine beeindruckende Performance.Jennifer Lawrence ist derzeit in aller Munde. Mit einem Oscar in der Tasche hat die übertalentierte junge Schauspielerin eine beneidenswerte Karriere hingelegt. Im zweiten Teil der Trilogie zeigt Jennifer Lawrence als Katniss Everdeen eine Bandbreite ihrer Emotionen, Stärken und Fähigkeiten von denen andere Schauspieler sich eine Scheibe abschneiden können. Dabei schafft sie es, die Sympathien und das Mitgefühl für ihren Charakter beim Publikum stets aufrechtzuerhalten. Sehr deutlich wird es zum Beispiel in der Szene, in welcher Katniss die Ankündigung der 75. Hunger-Spiele und dessen Teilnehmer im Fernseher sieht. Dieser wahrscheinlich schmerzhafteste Moment in Katniss Everdeens Leben wird mit großer Ehrlichkeit und Subtilität zum Ausdruck gebracht. Aber auch Josh Hutcherson spielt in „Die Tribute von Panem: Catching Fire“ auf einem ganz anderen Level. Er überzeugt dabei auf natürliche und charmante Weise. Im Vergleich zum ersten Film wird sein Charakter viel mehr beleuchtet und bekommt eine ganz andere Dimension, welche Peeta Mellark zu einem würdigen zweiten Handlungsträger der Spiele machen. Dazu kommt, dass Josh Hutcherson und Jennifer Lawrence auf der Leinwand wunderbar harmonisieren und damit der Liebesgeschichte eine ganz eigene Dynamik geben. Woody Harrelson, Elizabeth Banks und Donald Sutherland brillieren als Haymitch Abernathy, Effie Trinket und Präsident Coriolanus Snow. Während Harrelson die depressive Trunkenheit seines Charakters dazu nutzt, um etwas humorvolle Abwechslung in Momenten zu integrieren, in denen man dies am wenigsten erwartet, findet Elizabeth Banks einen Weg die künstlich wirkende Figur Effie zu einem angenehm zu beobachten Menschen zu verwandeln. Donald Sutherland hingegen genießt es offensichtlich der Bösewicht zu sein und strahlt dabei eine Verachtung und Überheblichkeit aus, der man genüsslich zusehen kann. Neben den genannten Schauspielern wartet „Die Tribute von Panem: Catching Fire“ mit vielen weiteren wundervollen Nebendarstellern auf. Jena Malone als zynische Johanna Mason, Sam Clafin als Finnick Odair, Liebling des Kapitols, Jeffrey Wright als intelligenter Tüftler Beetee und Philip Seymour Hoffman als zwielichtiger Spielemacher geben dem Film eine neue Dynamik, vor allem in den Szenen, wo die Tribute sich im Ausbildungszentrum treffen als auch in der Arena. Francis Lawrence sorgt dafür, dass der Film dem Vorgänger optisch treu bleibt.Mit Simon Beaufoy und Michael Arndt hat die Trilogie neue Autoren bekommen, die ein durch die Bank grandioses Drehbuch geschrieben haben. Durch das nun schon mehrfach erwähnte Tempo der Handlung erhält diese interessante und komplexe menschliche Gefühlsebenen. Darüber hinaus wurde für den zweiten Film auch ein neuer Regisseur verpflichtet. Francis Lawrence hat die Farben und das Aussehen von Panem, welche von Gary Ross vorgegeben waren, weitestgehend beibehalten, jedoch sie auf seine Weise mit intensiven und dramatischen Szenen und Musik perfektioniert. Man könnte fast meinen, die Welt von Panem existiere wirklich, da sie mit einer sehr hohen Qualität glaubwürdig dargestellt wird. So zum Beispiel ist der Dschungel als Handlungsort eine erschreckende Umgebung voller unvergesslicher Momente und Action. Ein besonderes Highlight stellt dabei der Kampf gegen die beängstigen Paviane dar. Interessant ist auch die Verwendung von IMAX-Kameras, für die sich Francis Lawrence entschieden hat. Denn sobald die Spiele beginnen, erweitert sich die Leinwand im IMAX-Kino nach oben und unten und offenbart einen fulminanten Blick auf die Arena und der weiteren Handlung. Nach dem Kampf in der Arena schrumpft die Leinwand wieder auf normale Größe. Dieser Effekt wird als dramatischer Cliffhanger genutzt, sodass man nach Ende des Films den Wunsch verspürt direkt den nächsten Teil anschauen zu wollen. FAZIT: „Die Tribute von Panem: Catching Fire“ ist eine der besten Fortsetzungen, die man bisher sehen durfte. Voller Emotionen, Action, Abenteuer und Romantik erwartet den Kinogänger ein ganz besonderes Filmerlebnis. Die Qualität der Besetzung, des Drehbuchs, der Regie und der Musik ist wirklich erstklassig. Fans der Bücher werden den Film sowieso lieben, nicht zuletzt, weil Francis Lawrence sein Versprechen den Film vorlagengemäß umzusetzen gehalten hat. Aber auch Fans des ersten Films und Kinogänger mit hohen Ansprüchen dürfen den womöglich besten Film 2013 nicht verpassen. 50-sterne

• Genre: Dystopie • Studio: Lionsgate (21. November 2013) • Dauer: 146 Minuten •

(Bilder © 2013 Lionsgate)

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