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Dorian Hunter 9 — Im Labyrinth des Todes

Dorian Hunter - Im Labyrinth des Todes

INHALT: Kurze Zeit nachdem Coco Zamis und Michael Lundsdale aus dem Internat Kollegium Isacaaren verschwunden waren, erreicht Dorian Hunter die vom Secret Service bestätigte Nachricht, dass Coco in Hongkong verstorben und bereits beerdigt sei. Dorian kann nicht fassen, was er da hört, denn Coco soll zudem mit Lundsdale durchgebrannt sein. Ohne weitere Fragen zu stellen, beschließt Dorian nach Hongkong zu reisen, um den vermeintlichen Mistkerl aufzusuchen. Im Gespräch mit Lundsdale fällt Dorian auf, dass er nicht die Person ist, wie Dorian ihn zuvor im Internat kennengelernt hatte. Offensichtlich hat man mit seinen Erinnerungen gespielt, denn seine Erzählungen weisen viele Lücken auf. Jedoch erfährt Dorian, dass Coco auf einer Party zusammengebrochen und unmittelbar darauf verstorben sei. Da es für Dorian zu viele Unstimmigkeiten gibt, beschließt er der Sache auf den Grund zu gehen, und läuft dabei geradewegs in die Falle der schwarzen Familie und seinen verbleibenden drei Brüdern…

REZENSION: Der Titel zur aktuellen Folge, „Dorian Hunter 9: Im Labyrinth des Todes“, ist vortrefflich gewählt, und fast genauso vortrefflich ist auch die qualitativ hochwertige Umsetzung der nunmehr neunten Folge der Hörspielserie „Dorian Hunter: Der Dämonenkiller“. Neben der obligatorischen Zusammenfassung bisher wichtiger Ereignisse beginnt die Episode ähnlich wie „Dorian Hunter 6: Freaks“ mit einem Erzähler. Jedoch ist der Erzähler diesmal keiner der Bösewichte, sondern Dorian Hunter selbst. Der Zuhörer kommt somit nicht nur in den Hörgenuss der Stimme von Thomas Schmuckert als agierender Held, sondern auch als erzählender Held in drakonischer Kopfkinoqualität. Auch wenn man nun weiß, dass Dorian aus dem Schlamassel in Hongkong wieder lebend zurückkehren wird, so bleibt der eigentliche Verlauf der Geschichte im Dunkeln. Die Handlung ist dabei nicht ganz so verzwickt und ausufernd wie die von vorherigen Folgen, jedoch wurde in „Dorian Hunter 9: Im Labyrinth des Todes“ ein besonderes Augenmerk auf die atmosphärische Umsetzung gelegt, sodass der Zuhörer zeitweise vor purem Horror zur Gänsehaut neigt. Besonders in den unheimlichen und düsteren Szenen auf und um dem Friedhof. Die gezielt eingesetzten Erzähl- und Handlungspausen tun ihr Übriges. Einzig eine sich mehrmals wiederholende Klangfolge hat mich während des gesamten Hörspiels gestört. Denn währenddessen bekommt man den Eindruck, dass die CD einen Sprung hätte (ich habe sogar nachgeschaut, weil ich zunächst so irritiert war). Irgendwie wirkte für mich dieser Musikschnipsel immer wieder deplatziert, aber auch sehr beunruhigend.

Interessanterweise hätte die Handlung auch überall auf der Welt spielen können, wenn Dorian nicht zu Beginn des Öfteren betont hätte, dass er sich nun in Hongkong befindet, demnächst auf Olivaro treffen wird und dann sein äußeres Erscheinungsbild beschreibt. Was direkt dazu führt, dass nun Olivaro nicht nur wegen seiner Taten äußerst unsympathisch wirkt, sondern auch vom Aussehen. Jedoch ist die ihm geliehene Stimme von Stefan Krause wieder einmal genial eingesetzt. Sie wirkt labil, verrückt, mächtig und allwissend zugleich. Eigentlich ist es ein richtiger Schmaus für die Ohren ihm zuhören zu dürfen. Aber auch Santiago Ziesmer als Edward Belial kann wieder überzeugen. Kennt man seine Stimme doch eher aus ausgelasseneren Filmen, so wirkt er hier wie ein kleiner, gruseliger, verrückter Professor, der seiner Kreativität an der Verschönerung von verstorbenen Menschen freien Lauf lässt. Auch viele weitere Charaktere der Serie wurden in Folge 9 noch einmal detaillierter beschrieben oder haben weitere Taten für sich sprechen lassen. Nennenswert wäre hier Marvin Cohen. Er wirkte bereits in vorhergehenden Episoden sehr groß, muskelbepackt und etwas plump, aber irgendwie dabei noch wie ein kleiner Junge. Und so präsentiert er sich auch in „Dorian Hunter 9: Im Labyrinth des Todes“: allerdings in einem blauen Anzug gekleidet und einen Flammenwerfer in der Hand – oder war es vielleicht doch ein Rasensprenger?!

FAZIT: „Dorian Hunter 9: Im Labyrinth des Todes“ ist zwar nicht ganz so unterhaltsam wie die 6. Folge der Serie, bekommt aber durch Dorian Hunters Erzählperspektive einen ganz eigenen Charme, weshalb sich die Episode von anderen absetzt. Aber auch die Atmosphäre ist diesmal besonders furchteinflößend und lässt die 75 Minuten Hörspielgenuss keine Minute zu lang wirken.

45-sterne

• Genre: Gruselhörspiel • Studio: Folgenreich/Universal (19. Februar 2010) • ASIN: B002ZCWA8Q • Dauer: 76 Minuten • Auch als mp3-Version erhältlich •

(Bilder © 2010 Folgenreich/Universal)

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