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Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen 2

Carrie 2013

INHALT: Der Film beginnt unmittelbar nachdem die Nahrungsgeneratormaschine von Flint Lockwood seine Heimatstadt Affenfels unter jedem erdenklichen leckeren Essen begraben hat. Um die Stadt aufzuräumen, beschließen Flint, seine Freundin Sam Sparks und noch einige andere Sparkswood Lab zu gründen, die Zentrale in der die Aufräumaktion geregelt und Maschinen dafür entwickelt werden sollen. Doch dann taucht Chester V, Wissenschaftler und Flints Held seit seiner Kindheit, auf und bietet Flint einen Job bei Live Corp in San Franjose an. Flint nimmt das Angebot natürlich an. Seine geplante Aufräumaktion wird derweil vom Team von Chester V übernommen. In San Franjose angekommen, beginnt Flint seinen vermeintlichen Traumjob. Sein Ziel ist es innerhalb der nächsten sechs Monate dem Elite-Team von Live Corp beizutreten. Doch dazu muss er eine Erfindung einreichen, die von Chester V persönlich unter all den anderen Erfindungen der Wissenschaftler von Live Corp ausgewählt wird. Am Tag der Auslosung ist Flint leider nicht der erkorene Mitarbeiter und ist zutiefst betrübt. Doch dann hat Chester V einen Spezialauftrag für Flint. Es scheint als hätte sich der FLDSMDFR wieder eingeschaltet, um mutierte Futtertiere zu produzieren. Chester V erklärt Flint, dass die Welt in Gefahr sei und er der Einzige ist, der auf die Insel zurückkehren und seine Erfindung zerstören kann. Auf dieser Reise wird er von seinen Freunden begleitet und das Abenteuer nimmt seinen Lauf…

REZENSION: „Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen 2“ ist die Fortsetzung zum gleichnamigen ersten Teil und ein Beispiel für eine gelungene Fortsetzung, welche nicht nur auf den Ideen des ersten Films basiert, sondern auch die Mythologie um das animierte Schlaraffenland auf charmante Weise ergänzt. Das neue Affenfels, welches Cody Cameron und Kris Pearn kreiert haben, ist fantastisch und köstlich zugleich. Die Erforschung der doch recht belustigenden und innovativen Umgebung wird von vielen erfrischenden Wortspielen und familienfreundlichen Spaßszenen unterstrichen, sodass „Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen 2“ nicht nur für die ganz kleinen einen wunderbaren Augenschmaus darstellt. Auch die Erwachsenen werden ihren Gefallen an den extrakitschigen Foodimals finden.

Dabei ist auffällig, dass hier einige Parallelen zu „Jurassic Park“ existieren. Besonders deutlich wird das in der Szene, in welcher Flint und seine Freunde zum ersten Mal die Evolution auf Affenfels erblicken: Mango-Pelikane, Lauch-Brachiosaurus, Shrimp-Chimpansen, u.v.m. Doch das größte Staunen und Bejuchen wird es bei Barry, einer richtig entzückenden Erdbeere, geben. Sie ist auch Teil einiger simpler aber wirkungsvoller Witze, die Cody Cameron und Kris Pearn ganz in der Manier des ersten Films eingebaut haben. Unterdessen vermeiden beide Regisseure die Gags aus dem ersten Film wiederzuverwenden, stattdessen erfinden sie den Humor neu, ohne dabei den Charme des Originalfilms zu verlieren. Dadurch gibt es eine Menge Witze, die die Kinder genießen werden. Aber auch die Erwachsenen bleiben, was die Komik angeht, nicht auf der Strecke. Ein Beispiel dafür wäre die Szene, in der Chester V, der übrigens sehr stark an den verstorbenen Steve Jobs erinnert, Flint den „BSUSB“ überreicht, um den FLDSMDFR zu zerstören. Der Name des Geräts wird Kinder weniger zum Lachen bringen, aber Erwachsene sollten ihren Spaß mit dem Wortspiel haben. Somit kann jeder die manchmal nicht ganz niveauvollen Albernheiten auf der Leinwand genießen.

Neben dem vielen Spaß, den der Film bereitet, enthält er auch eine Menge kitschige und vorhersehbare Momente, wie solche in denen man erst sehr spät merkt, dass man lieber seinen Freunden statt seinen Idolen folgen sollte. Merkwürdig ist auch, dass jedes Tier auf Affenfels Vegetarier zu sein scheint. Soll das den Zuschauer dahingehend ermutigen weniger Fleisch und stattdessen mehr Obst und Gemüse zu essen? Ich weiß es nicht, aber es hat mich, wie auch die anderen, nicht weiter gestört. Trotz der wirklich tollen Unterhaltung und Animationen gab es einen Punkt, der zumindest in der deutschen Fassung für Ärgernis und ungewolltes Stöhnen beim Publikum sorgen wird. Cindy aus Marzahn wurde für die Sprechrolle von Barb, der hochintelligenten Orang-Utan-Dame von Chester V, gecastet. Das Problem dabei ist, dass ihre Stimme nicht mit den anderen Synchronsprechern harmonieren will und jedes Mal mehr schlecht als recht heraussticht, was dafür sorgt, dass einige Teile der Handlung irgendwie kaputtgemacht werden. Was ich wirklich sehr schade finde.

FAZIT: „Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen 2“ ist trotz der kleineren Mängel eine sehr schöne und fantasievolle Fortsetzung des Originalfilms, welcher zu gleichen Teilen kitschig, herzerwärmend und unendlich erfinderisch daherkommt. Dabei haben die Macher darauf geachtet, dass der Humor sowohl Kinder als auch Erwachsene anspricht. Demnach handelt es sich beim zweiten Teil um einen grandiosen Film für die ganze Familie.

35-sterne

• Genre: Animationsfilm • Studio: Sony Pictures (24. Oktober 2013 // 27. Februar 2014) • Dauer: 95 Minuten •

(Bilder © 2013 Sony Pictures)

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