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Dorian Hunter 10.2 — Der Folterknecht: Hexenhammer

Dorian Hunter - Der Folterknecht: Hexenhammer

INHALT: Zwei Jahre nachdem der Baron seine Seele an den Teufel verkauft, seine Familie verloren und Rache an der schwarzen Familie geschworen hat, hat sich Nicolas de Conde mit den beiden Großinquisitoren Johann Sprenger und Heinrich Institoris verbündet, um mit ihnen zusammen den Hexenhammer zu verfassen. Dabei handelt es sich um ein Buch, in dem Fragen, Symbole und Rituale zusammengestellt wurden, um Dämonen zu entlarven. Doch leider gerät der Baron dabei selbst in den Verdacht, ein Dämon zu sein. Währenddessen versucht Dorian Hunter weitere Informationen über den Baron zu erhalten, da das Tagebuch plötzlich nicht mehr weitergeschrieben wurde. Zunächst untersucht er den mehrfach erwähnten Kupferstich des Barons. Die Erkenntnis trifft ihn wie ein Schlag: Olivaro ist Cornelius Mudt von Gilding. Sofort nimmt Dorian mit Olivaro Kontakt auf, um mehr über den Verbleib des Barons zu erfahren. Doch plötzlich beginnt Dorian zu verstehen, und die Ereignisse beginnen sich zu überschlagen…

REZENSION: „Dorian Hunter 10.2: Der Folterknecht – Hexenhammer“ ist der großartige Abschluss der Jubiläums-Doppelfolge und damit auch meiner Meinung nach die beste Episode der ersten 10 bzw. 11 Teile. Denn einleitend sei angemerkt, dass der erste große Handlungsstrang um Dorian Hunter und Nicolas de Conde endgültig abgeschlossen ist und der Zuhörer über vergangene Sequenzen und Albträume aufgeklärt wird. Doch wer nun Angst hat, dass es ab jetzt nur noch langweilig werden kann, dem sei gesagt, dass man sich am Ende erneut dem altbekannten Stilmittel bedient über mehrere Folgen hinweg Andeutungen zu machen, die letztlich einen Einfluss auf die Haupthandlung haben werden.

Betrachtet man nun aber die Handlung des zweiten Teils der Jubiläumsfolge, so kommt sie ähnlich wie der erste Teil weniger actiongeladen daher. Nichtsdestotrotz ist die Geschichte alles andere als eintönig, da sich das Produzententeam dazu entschlossen hat, eine ordentliche Schippe Horror auf das Erfolgsrezept „Dorian Hunter“ zu packen. Wie es der Titel bereits verrät, dreht sich alles um die Hexenverbrennung im 15. Jahrhundert. Interessanterweise wurden hier tatsächlich reale Aspekte und Personen mit der fiktiven Geschichte um den Baron Nicolas de Conde eingewoben, sodass ein fesselnder und Gänsehaut verursachender Mix aus Begeisterung und Erschrecken wegen der explizit dargestellten Foltermethoden entsteht. Bei den Personen handelt es sich um die Großinquisitoren Johann Sprenger und Heinrich Institoris, gesprochen von Utz Richter und Michael von Rospatt. Man merkt die Erfahrung, die die beiden Urgesteine über die Jahre in Film und Fernsehen sowie in der Hörspielbranche gesammelt haben, an, denn ihre Stimmen sind pointiert, dominant, aber auch edel, und erwecken auf überzeugende Weise die Inquisitoren wieder zum Leben.

Aber auch Martin Semmelrogges Stimme passt hervorragend zu Equinus, welcher als Folterknecht für die Hexenverbrennung ausgewählt wurde. Allein seine Sprechweise gibt dem Freak eine außergewöhnliche Ausstrahlung. Umso überraschender und gruseliger ist das Ende um Equinus selbst, welches eng mit dem des Barons de Conde verknüpft ist. Aber auch das generelle Finale der Hörspielfolge ist nicht gerade leicht zu verdauen. Denn um die ohnehin schon düstere Stimmung der vielschichtigen und zu großen Teilen in der Vergangenheit ablaufenden Handlung zu verstärken, bedient man sich dem Stilmittel, Stimmen ineinander zu führen. Gänsehaut vorprogrammiert. Eine dieser Stimmen ist David Nathan als Baron Nicolas de Conde. Ich bin der Meinung, dass man für die Besetzung des Barons keine bessere Stimme hätte wählen können, denn David Nathan spricht den Baron emotional, gefasst und bestimmt, ohne dabei pathetisch, gebrochen oder zweifelnd zu wirken. Ich für meinen Teil höre dieser Stimme einfach immer wieder gerne zu.

Während in den meisten Abschnitten des Hörspiels die Musik wie immer blechernd, verzerrt und blubbernd daherkommt, so gibt es einige Momente, in denen man sich für eine Art Klagelied entschieden hat, welches von einer elfenähnlichen weiblichen Stimme gesungen wird. Auch hier ist Gänsehaut garantiert. Nachdem die Folge, wie oben bereits angemerkt wurde, mit einem Cliffhanger endet, wartet auf den Dorian Hunter-Fan noch ein weiterer 20-minütiger Teil des Interviews mit den Machern der Serie.

FAZIT: Für mich handelt es sich bei „Dorian Hunter 10.2: Der Folterknecht – Hexenhammer“ um die beste Folge der ersten 10 Episoden. Mit einem überzeugenden David Nathan als Nicolas de Conde wird die Handlung fortgeführt, bereitet unzählige Male Gänsehaut und lässt den Zuhörer jede Minute mit dem Baron mitfiebern, ohne dabei je einen gewissen Funken von Langeweile zu verspüren. Einfach grandios.

50-sterne

• Genre: Gruselhörspiel • Studio: Folgenreich/Universal (21. Mai 2010) • ASIN: B003F0VM4K • Dauer: 60 Minuten • Auch als mp3-Version erhältlich •

(Bilder © 2010 Folgenreich/Universal)

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