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Im Licht des Blutmondes — Jeanette Peters

Im Licht des Blutmondes

Ich habe das Buch vor geraumer Zeit gelesen und eigentlich bin ich froh, dass ich die Handlung weitestgehend vergessen habe. Da das Buch sich zwar durch die kurzen Kapitel zügig lesen lies, aber der Inhalt wirklich grausig war.
„Im Licht des Blutmondes“ ist der erste Teil einer Serie. Im ersten Band geht es um Joleen, die als kleines Kind von ihrer Mutter an Vampire verkauft wurde, um im entsprechenden Alter den Vampiren als Bluthure oder Blutsklavin zu dienen. Trotz dieser Tatsache ist Joleen ein Sonnenscheinchen und hat im Gegensatz zu all den anderen Menschen keine Angst vor Vampiren, stattdessen sieht sie sie als Freunde an. Besonders mit Zach verbindet sie ein inniges Band der Gemeinschaft. Doch dieses Band stellt sich bald als sehr gefährlich heraus und ruft nicht nur Neider unter den Blutsklavinnen und -huren hervor, sondern auch alte Feinde.
Diese knappe aber doch treffende Inhaltsangabe lässt schnell vermuten, dass es sich dabei um ein wirklich tolles Buch handelt, zumal die Idee dahinter auch sehr originell ist. Aber leider war das auch mit dem Lob. Im Gegensatz dazu ist nämlich die Kritik an „Im Licht des Blutmondes“ wesentlich größer. Es beginnt damit, dass die Charaktere allesamt sehr egoistisch sind und demnach eher ihren eigenen verschrobenen und vor allem abnormen Bedürfnissen nachgehen. So beschreibt die Autorin ausgiebig Folter- und Vergewaltigungsszenen an einem vierzehnjährigen Mädchen. Aber das nicht genug, gibt es noch weitere dieser Abschnitte im Buch, die ein Unwohlsein in der Magengegend hervorrufen und man sich selbst fragt, wie so etwas überhaupt veröffentlicht werden kann. Dies ist auch der Grund weshalb ich zwei Monate für „Im Licht des Blutmondes“ benötigt habe, um es zu beenden. Ich musste mich schlicht und ergreifend nach solchen ausführlichen Beschreibungen ablenken. Das Ende der Geschichte hat dem besorgniserregenden Spektakel die Krönung aufgesetzt. Denn auch wenn mir die Entscheidung von Jeanette Peters, gewisse Dinge sehr ausführlich zu erläutern, nicht gefällt, hat sie es trotzdem irgendwie geschafft, die Spannung aufrechtzuerhalten und sukzessiv auf das Finale hinzuarbeiten. Dass dann der Finalkampf zwischen Gut und Böse mit einem quasi Hieb auf den Hinterkopf vorbei sein soll, konnte ich nicht fassen. Da hat es sich die Autorin zu einfach gemacht und mir nur mehr verdeutlicht, dass die Prioritäten bei „Im Licht des Blutmondes“ definitiv woanders lagen.
Aus den oben genannten Gründen erhält das Buch von mir keine Empfehlung und ich werde auch keine weiteren Teile dieser Serie lesen. Dennoch möchte ich mich bei LovelyBooks und Verlag 3.0 für das Rezensionsexemplar bedanken.

Fazit: „Im Licht des Blutmondes“ ist ein klarer Fall von außen hui, innen pfui. Die Idee, die Jeanette Peters mit dem Buch oder vielmehr der Serie verfolgt, ist originell und habe ich sie so unter den vielen Vampirromanen, die in den letzten Jahren erschienen sind, noch nicht gesehen. Doch leider hat die Autorin sehr unnatürliche Ideen im Buch beschrieben, die zumindest bei mir ein arges Unwohlsein hervorgerufen haben und auch nicht vergessen ließen.

15-sterne

• Genre: Vampirromane • Verlag: Verlag 3.0 (19. Oktober 2013) • ISBN: 978-3956670145 • Seiten: 423 Seiten • als Kindle-Version erhältlich •

(Buch © Verlag 3.0)

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