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Miss Braitwhistle hebt ab — Sabine Ludwig

Miss Braitwhistle hebt ab

Seit letztem Jahr im August ist er nun da, der dritte und letzte Teil um die fabelhafte Miss Braitwhistle und der völlig chaotischen Klasse 4a. Ich weiß gar nicht wieso ich so lange gewartet habe diesen Teil zu lesen. Vielleicht wollte ich einfach nicht, dass die Geschichte um die Lehrerin aus England, die weder ä, noch ö, geschweige denn ein ü richtig pronunzieren konnte, zu Ende geht. Aber jetzt war es endlich soweit und ich möchte keine Minute, die ich mit „Miss Braitwhistle hebt ab“ verbracht habe, missen.

Zu Beginn des Buches wurde ich von Franz mit folgenden Worten begrüßt: „Ich mag unser Schule, obwohl sie schon ganz alt ist. Ich mag sie besonders gern, weil sie bald nicht mehr meine Schule ist. Nur noch ein paar Wochen, dann sind Sommerferien und danach werden wir in alle Winde verstreut […].“ Zwar hat es sich innerlich etwas wehmütig angefühlt, da damit Miss Braitwhistle nicht mehr gebraucht wird, aber trotzdem war ich gespannt, welche spannenden Geschichten Frau Ludwig sich diesmal für das Gespann ausgedacht hat.

Natürlich habe ich gehofft, dass Miss Braitwhistle zum Schluss noch einmal ordentlich aufdreht und ihre besten Tricks rausholt. Stattdessen konzentriert sich Geschichte vermehrt auf Franz, seine Schulkameraden und den Klassenkampf zwischen der 4a und 4b. Miss Braitwhistle agiert als Nebencharakter und lenkt als irgendwie normale junge Englischlehrerin die vielen Kinder vor ihrem Abschluss noch in die rechten Bahnen; weniger chaotisch, dafür aber lernbereiter. Selbst die enge Freundschaft zwischen Aki und Franz wird auf die Probe gestellt. Inhaltlich besonders gefallen, hat mir Frau Obermeier. Sie ist die neue Hausmeisterin der Schule und hat mich mit ihrem bayerischen Dialekt so ein manches Mal zum Lachen gebracht. Dazu gehören auch ihre Konversationen mit Miss Braitwhistle. 😉

Insgesamt hat Sabine Ludwig viele tolle Ideen ganz ohne die Zaubereien der Miss Braitwhistle zu Papier gebracht. An wenigen Stellen schien es für mich etwas überladen oder auch unwichtig (frei nach dem Motto: „Das muss da jetzt noch unbedingt mit rein!“), aber dafür hat sie viele tolle Hintergrundinformation eingebaut oder kleinere Literaturempfehlungen gegeben, die gerade soviel von z.B. „Peterchen’s Mondfahrt“ verraten, dass ich als Leser weiß worum es geht, aber nicht zu viel verraten, dass ich das Buch gar nicht mehr lesen möchte. So was finde ich immer toll.

Auch wenn mir „Miss Braitwhistle hebt ab“ sehr viel Spaß bereitet, habe ich die Zauberkreide u.v.m. vermisst. Es war beinahe so, als hätte es de Vorfälle in den ersten beiden Bänden nie wirklich gegeben, als ob sie ausschließlich Franz seiner Fantasie entsprungen sind. Aber vielleicht ist Franz, Aki & Co. jetzt auch einfach erwachsen genug, um an magische Dinge zu glauben. Aber eines wissen sie auf jeden Fall, so eine tolle Lehrerin wie Miss Brenda Braitwhistle werden sie bestimmt nicht noch einmal haben. 😉

Zwei Lieblingszitate von mir:

Bei den Mädchen heißt beste Freundin nichts anders, als das sie sich ständig in der Wolle haben. Ganz anders als bei Aki und mir [Franz], wir haben uns noch nie gestritten und würden das natürlich auch niemals tun.“ (2013:47)

Er [Aki] sollte nämlich eine Zipfelmütze aus blauem Filz tragen und wir [Aki und Franz] bekamen das mit dem Zipfel nicht so richtig hin. Am Ende hatten wir keinen Filz mehr und die Mütze sah aus wie ein plattgefahrener Schlumpf.“ (2013:141)

45-sterne

• Genre: Abenteuer- & Kinderbuch • Verlag: Dressler (2. August 2013) • ISBN: 978-3791512433 • Seiten: 218 Seiten • als Kindle-Version erhältlich •

(Buch © Dressler)

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