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7 Days 7 Books: Liz Kessler — Emilys Abenteuer

So nachdem ich mir das erste Buch, welches ich mir ausgewählt habe, so semigut gefallen hat, hoffe ich, dass ich mit „Emilys Abenteuer“ mehr Freude habe. 😉

Emilys Abenteuer

Warum habe ich mir das Buch ausgesucht?

Ich hatte vor ewigen Zeiten den ersten Band als Taschenbuch im Buchladen entdeckt. Da ich aber Hardcover bevorzuge, musste ich mir das Buch bestellen. Dabei habe ich entdeckt, dass noch (zum damaligen Zeitpunkt) zwei weitere Bände der Serie veröffentlicht wurden. Also habe ich mir das Dreierspann „Emilys Geheimnis“, „Emilys Abenteuer“ und „Emilys Entdeckung“ gekauft. Relativ zügig nachdem die Bücher bei mir ankamen, habe ich auch Band 1 gelesen und für toll befunden, deshalb wollte ich auch direkt mit dem nächsten Band weitermachen. Doch irgendwie bin ich davon abgekommen bis die anderen beiden Bücher dann gänzlich aus meinem Gedächtnis und in der hintersten Reihe im Bücherregal verschwunden sind.
Vor ungefähr einem Monat habe ich meinem Stapel ungelesener Bücher (SuB) sortiert und mir ein sogenanntes Book Jar angefertigt. Dabei bin ich wieder auf die Bücher der Emily-Reihe gestoßen, welche ich nun endlich lesen möchte. Gut, dass es mittlerweile Teil 4 und 5 gibt, das konnte ja damals keiner ahnen. 😉

Mein allererster Eindruck?

Das Cover finde ich unheimlich klasse. Die Schuppen vom Fischschwanz und den Fischen drumherum glitzern richtig. Zudem ist der Zeichenstil sehr entzückend. Auch als ich das Buch aufgeschlug, haben mich viele tolle Illustrationen erwartet: Eine Landkarte der Insel, auf der Emily nun zu Hause ist, und viele niedliche Meeresbewohner. Laut Inhaltsangabe verspricht das Buch spannend und auch ein bisschen gefährlich zu werden.

TAG 3: 15:20 Uhr
FORTSCHRITT: 111 von 224 Seiten

Wenn du den ersten Teil noch nicht gelesen und planst diesen demnächst zu lesen, dann überspringe bitte den Abschnitt über „Was bisher geschah“, denn schließlich möchtest du genauso wenig wie ich gespoilert werden.

Was bisher geschah?

Nachdem Emily ihren Vater endlich wiedergefunden hat und dieser auch von Neptun freigesprochen wurde, hat der König der Meere beschlossen, dass Emily und ihre Familie auf eine weit entfernte Insel im Bermudadreieck leben darf. Doch sie reisen nicht allein dahin: Millie, die beste Freundin der Mutter, und Shona, das Meermädchen mit dem sich Emily angefreundet hat, kommen auch mit. Die Rundum-Insel ist ein wunderschönes Paradies, wie man es eigentlich nur von Postkarten kennt. Vor Ort wurde der Familie Windfang ein riesiges Hausboot hergerichtet, dass ihnen nun als neues zu Hause dienen soll. Emily hat schnell ihr eigenes Zimmer gefunden. Auch Shona ist von der Insel begeistert. So beginnen die Mädchen alsbald die Insel zu erkunden. Dabei lernen sie zwei weitere Meermädchen kennen, Althea und Marina. Sie zeigen den beiden Freundinnen eine verbotene Lagune und sticheln vor allem Emily an, diese zu betreten. Zunächst traut sich Emily nicht, doch zusammen mit Shona erkundet sie die Lagune und entdeckt einen dunklen und tiefen Höhleneingang, dessen Eingang mit einem Findling versperrt ist. Emily, die ihren Mut ihren neuen Freundinnen beweisen will, schafft es den Stein zu entfernen. Doch was dann passiert, damit hätte die kleine Meernixe nicht gerechnet: Ein böser Riesenkrake ist hinter dem Ende der Höhle eingesperrt gewesen und Emily hat diesen befreit. Die Macht der Riesenkrake bleibt auch von Neptun nicht unbemerkt, der sofort zur Rundum-Insel reist, um den Verantwortlichen zu bestrafen. Da Emily ihrer Familie, die nun endlich glücklich sein kann, nicht das schöne Paradies zerstören will, haut sie ab und beschließt, dass sie selbst dafür sorgen muss, dass der Krake wieder eingesperrt wird.

Was hat mir bisher besonders gefallen?

Da es schon mehrere Jahre her ist, dass ich den ersten Band der Emily-Reihe gelesen habe, habe ich mich innerlich bei der Autorin bedankt, dass sie sich dazu entschieden hat, die wichtigsten Ereignisse in den Schilderungen von Emily noch einmal Revue passieren zu lassen. Kein Nachschlagen erforderlich. 😉 Auf diese Weise habe ich mich auch reichlich schnell wieder in die Geschichte eingefunden. „Emilys Abenteuer“ lässt sich zudem sehr flüssig lesen. Ein weiteres Highlight bildet die Nebengeschichte von Mandy Rushton, der „Erzfeindin“ von Emily. Mandy erzählt, wie ihre Mutter in einem Preisausschreiben eine Traumreise auf einem Schiff gewonnen hat und die Reise ganz schnell zum Alptraum wird. Ich bin wirklich gespannt, wie diese beiden Geschichten ineinander geflochten werden.

Was hat mir bisher nicht so gut gefallen?

Es gibt zwei Dinge, die mich gestört haben. In Bezug auf die Zielgruppe, Mädchen im Alter von 10 bis 13 Jahren, wurden mir zu viele Fremdwörter, wie Bajonett, benutzt, die dann anschließend nicht erklärt wurden. Es gibt noch weitere Beispiele, aber leider hatte ich mir diese Stellen nicht markiert und kann sie nun nicht mehr finden. 😐 Ein weiterer Punkt ist der, dass ich mir nicht vorstellen kann auf einer fast einsamen Inseln zu wohnen. Wo bekommen die Menschen ihr Essen, ihren Strom, ihre Nachrichten, etc. her? Ich kann mir nicht vorstellen, dass es auf dieser ach so paradiesischen Insel nicht benötigt wird. Vielleicht gehört dieser Gedanke auch nur zu den sogenannten Erste-Welt-Problemen.

5 Kommentare

  1. Ah, wenn dir der erste Band gefallen hat, dann stehen die Chancen ja gut, dass du heute auch gut unterhalten wirst. Viel Spaß beim Lesen! 🙂

    • Haha, ja das stimmt und ich hoffe es auch! 😀 Weitere Bücher einer Serie, wo der erste Band mir so gar nicht gefallen hat, will ich dann meist auch gar nicht mehr lesen. So z.B. geht es mir mit „Rubinrot“ von Kerstin Gier. Ich hatte zum Weihnachtsfest 2012 den Schuber der Edelsteintrilogie geschenkt bekommen und nach dem Lesen des ersten Bands nicht verstanden, warum alle so übermäßig auf das Buch abfahren. Irgendwann werde ich aber trotzdem noch Band 2 und 3 lesen, aber das kann durchaus noch dauern… Von der selben Autorin hat mich „Silber – Das erste Buch der Träume“ schon eher begeistern können und da freue ich mich tatsächlich auch auf den zweiten Band 😀

      • Ach, „Rubinrot“ fand ich süß. Nicht so umwerfend wie einige anderen Leser, aber süß und unterhaltsam (perfekte Bibliotheksausleihen :D). Lustigerweise reizt mich „Silber“ dafür umso weniger – Geschmäcker sind doch immer wieder sehr verschieden. 😀

        Was deine Kritikpunkte an deiner aktuellen Lektüre angeht, so finde ich schon, dass man in einem Kinderbuch auch „schwierigere“ Begriffe verwenden kann. Ich hätte in dem Alter gewusst, was ein Bajonett ist – aber ich habe mich da auch schon quer durch alle Regale der Bibliothek gelesen – und im Zweifelsfall hätte ich mir dann doch einfach ein Lexikon geschnappt und nachgeschlagen. Zu sehr sollte man Kinder vielleicht doch nicht unterfordern, auch wenn so ein Buch in erster Linie unterhaltsam sein sollte.

        Was die Inseln angeht, so weiß ich nicht wie es im Buch beschrieben wurde, aber es gibt auf der Welt so einige Inseln, die darauf angewiesen sind, dass regelmäßig die lebensnotwendigen Dinge per Schiff angeliefert werden. Ganz so unwahrscheinlich ist das also nicht. 🙂

        • Da hast du natürlich recht: Kinder zu unterfordern, bringt genau gar nichts. Aber neben Bajonett gab es noch zwei, drei Wörter, die ich für wesentlich kritischer gehalten habe, ich hab sie nur einfach nicht mehr gefunden. Andererseits sind Kinder, die heutzutage Bücher lesen auch wieder so pfiffig, dass sie, wie du meintest, nachschlagen. Eins zu Null für die Winterkatze 😉

          Über die Versorgung der Insel wird indes gar nicht gesprochen. Da heißt es einfach nur: Wir ziehen auf die Insel in ein Hausboot. Dort werde ich auf die Meerjungfrauenschule gehen und endlich Gesang, Tauchen und Schönheit lernen. Mama lässt derweil sich von ihrer Freundin Tarotkarten legen und Papa guckt den beiden zu, wenn er nicht gerade Mama wieder das Schwimmen beibringt. Macht man das sein Leben lang? Und so ein Menschenleben kann durchaus lang sein. 😀 Andererseits sind Kinder, die heutzutage lesen, auch wieder so pfiffig ;), dass sie das Thema aufgreifen und sich über Inselversorgungen schlau machen und in der nächsten Geographiestunde auftrumpfen können. Haha, da stehts schon Zwei zu Null für die Winterkatze.

          Na gut, du hast mir mit deiner Argumentation gezeigt, dass nicht alle Kritikpunkte immer gleich gerechtfertigt sind. Manchmal sollte man sie erst hinterfragen. Chapeau! 😉

          • Ich habe nur mal wieder bewiesen, dass ich 1. besserwisserisch bin und 2. sehr seltsame Reportagen und Berichte im Fernsehen sehe und mich deshalb für die seltsamsten Dinge interessiere. 😀

            Ein Menschenleben lang Schwimmunterricht geben? Und dass nur mit einer einzigen Schülerin? Das klingt wirklich nicht gerade nach einem ausgefüllten Leben. *g*

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