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#Rezension: #DieElfen 3 – Königstein

Die Elfen - Königstein

INHALT: Brud berichtet dem Rudelführer Orgrim, dass sein Trupp aus Spähertrolle erfolgreich von Menschen und Kentauren in die Flucht geschlagen wurde. Doch anstatt zurückzuschlagen befiehlt Orgrim seinem Heer, zunächst zu warten bis die Menschen die Trolle angreifen. So schnell die Attacke der Menschen erfolgte, so schnell müssen diese auch einsehen, dass sie von der Kraft der Trolle völlig übermannt sind. Widerwillig ziehen sie sich zurück. Beschämt von der Niederlage ermutigt Lambi in einer ausladenden Ansprache die Soldaten, die nun endgültig bereit sind Alfadas zu folgen. Derweil hat er eine andere Möglichkeit aufgetan die Festung Phylangan zu erreichen. Dort angekommen müssen die Menschen als auch die Kentauren feststellen, dass obwohl Landoran sie herzlich willkommen heißt, sie alles andere als willkommen sind. Alfadas lässt sich davon nicht beeindrucken und plant mit Ollowain bereits den Schutz der Festung. Dabei entdeckt er einige Eissegler, Schiffe mit Kufen, die er im Kampf gegen die Trolle verwenden will. Während sich Elfen, Menschen, Trolle und Kobolde auf einen Frontalkampf einrichten, merken sie nicht, wie bereits etwas anderes und noch viel Unheilvolleres in die Festung eingedrungen ist und einem nach dem anderen den Garaus macht…

REZENSION: Nachdem in der vorherigen Folge das Fjordland und seine Menschen eingeführt wurden, verbindet „Die Elfen 3: Königstein“ die Geschichte der Menschen, Kentauren und Elfen, die gemeinsam gegen die Trolle in dem Kampf ziehen wollen. Zwar hat Dennis Ehrhardt mit den ersten beiden Folgen bewiesen, dass er ein Elfenepos im Hörspielformat sehr gut umsetzen kann, doch war mir die Handlung in dieser Episode zum Teil recht verwirrend und viel zu hektisch. Das Hörspiel selbst beginnt wieder mit der altbekannten Folterungsszene. Sie ist zwar nicht schön mit anzuhören, aber beginnt mich zu langweilen. Zudem habe ich mich gefragt, wie viel Haut Lyndwyn wohl noch am Körper hat, denn scheinbar war eines ihrer Elternteile ein Sharpei.

Anschließend ging es zwar actiongeladen weiter, was ich dem Hörspiel auch hoch anrechne, aber irgendwie waren die ersten Kampfszenen von der Geräuschkulisse unausgeglichen. Es klang, als ob eine Handvoll Trolle gegen zig Tausende Menschen antreten muss, dabei ist es laut den Aussagen der Charaktere genau andersrum. Aber auch das Geschehen unmittelbar vor, während und nach diesem Gemetzel ist nicht wirklich eindeutig. Lambi, scheinbar engster Freund von Alfadas, hält zwischendrin eine ausladende Ansprache, bei der ich als Zuhörer nicht wirklich wusste, worauf er hinaus möchte. Will er Alfadas stürzen oder unterstützen? Das ist mir auch bis zum Ende der Folge nicht wirklich klar gewesen. Genauso wenig wie die Handlungsorte: Eben noch in den schneeverwehten Bergen, stehen die Armee von Alfadas plötzlich vor den Toren Phylangans. Oder eben noch vor der Burg, spielt die Geschichte sich plötzlich in den Burghallen ab. Die Handlung verlief für meinen Geschmack diesmal eindeutig zu schnell, als das man ihr wirklich gut folgen kann. Hier hätte ich mir einen erklärenden Erzähler gewünscht, den Alvias nicht wirklich darstellt. Man lernt durch ihn viel über die alten Götter und auch etwas über die Geschichte von Königstein, aber er hilft nicht, das aktuelle Geschehen zu verstehen. So konnte ich meist nur erahnen, wo sich der Trupp Elfen, Trolle, etc. gerade aufhält.

In „Die Elfen 3: Königstein“ kommen wieder die Trolle zu Wort, und mein Eindruck aus der ersten Folge hat sich leider erneut bestätigt. Man kann zwar durch die unterschiedlichen Tonlagen ausmachen, wie viele Trolle sich wohl gerade unterhalten, aber leider kann man aufgrund der Stimmverzerrung nicht ausmachen, um welchen Troll es sich explizit handelt. So hatte ich zu Beginn der Episode mein Zutun herauszufinden, wer jetzt mit wem redet, und dann war meist auch die Szene schon wieder vorbei. Aber auch die Stimme von Luise Lunow hat unter der Stimmverzerrung zu leiden. Denn klingt sie im Film „Mrs. Miracle – Ein zauberhaftes Kindermädchen“ oder in den Promovideos zur Serie viel fraulicher und Omihafter, bin ich jedes Mal bei ihrem Auftritt als Skanga, der Trollschamanin, verwirrt und wundere mich welcher männliche Troll das jetzt ist. Und das, obwohl sie ihren Job als Sprecherin wirklich sehr gut macht. Auf der Seite der Sprecher der Elfen ist mir nicht wirklich etwas Positives oder Negatives aufgefallen. Von Bernd Rumpf über Peter Weis bis hin zu Andreas von der Meden machen alle ihren Job sehr gut. Bei den Menschen hatte ich meine Probleme mit Lambi, dessen Charakter ziemlich flach geschrieben wurde. Seine Witze sind eher schlecht und auch die Wortwahl sehr obszön und auf die Dauer nervig. Trotzdem hat Dirk Hardegen sein bestes gegeben, um diese Person im Hörspiel lebendig werden zu lassen.

Ebenso wie die Folterszene beginnen mich auch die musikalischen Einspieler etwas zu langweilen, da ich sie nun seit drei Episoden kenne und demnach mehrfach hören durfte. An dieser Stelle kann sich das Team um Dennis Ehrhardt ruhig etwas Neues einfallen lassen. Die Welt der Elfen und Trolle sollte zur Genüge inspirieren. Ansonsten ist die Balance zwischen guten Stimmen und realistischem Ton bis auf eine kleinere Szene gut austariert.

FAZIT: Leider hat mich „Die Elfen 3: Königstein“ nicht ganz überzeugt. Zu viele Fragen habe ich mir gestellt, auf die ich keine Antwort erhalten habe. Es fehlt an vielen Stellen an einem erklärenden Erzähler. Die Handlung selbst verlief viel zu schnell und ruppig ab. Dazu kommt noch, dass mir die Verzerrung der Stimmen bei den Trollen nicht gefällt. Aus diesem Grund kann ich nur hoffen, dass die nächste Folge besser wird.

30-sterne

• Genre: Fantasyhörspiel • Studio: Folgenreich/Universal (30. September 2011) • ASIN: B005GZJ4II • Dauer: 75 Minuten • Auch als mp3-Version erhältlich •

(Bilder © 2011 Folgenreich/Universal)

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