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7 Days 7 Books: Snow Angel von Izabelle Jardin

Mich hat es erwüscht. Ich liege krank im Bett und nach so ziemlich jeder Seite fallen mir die Augen vor Erschöpfung zu… Und trotzdem habe ich es irgendwie geschafft die knapp ersten 100 Seite von „Snow Angel“ zu lesen.

Snow Angel

Warum habe ich mir das Buch ausgesucht?

Die Begründung hatte ich ja bereits im Beitrag am Sonntag gegeben. Ich möchte einfach meinen Stapel zu rezensierender Bücher abbauen, was bei 10 Büchern schon ordentlich ist. Wenn alles so verläuft, wie ich das möchte, habe ich am Ende der Woche nur noch 5 der 10 Bücher zu lesen und zu rezensieren. 🙂 Von den vielen Rezensionsexemplaren hat mich „Snow Angel“ aufgrund des Covers sofort angesprochen. Es sieht einfach sehr romantisch aus. Zudem ist mir gerade danach eine Liebesgeschichte zu lesen.

14. April 2014 – 17:45 Uhr

Was bisher geschah?

Nina ist Abiturienten und aufgrund eines schwerwiegenden Skiunfalls um ein Jahr zurückgestuft wu/orden. Nach dem Schulalltag sehnt sich Nina allein zu sein. Daher verbringt sie ihre Freizeit nicht mit den anderen Klassenkameraden in Cafés oder Bars, sondern mit ihren Langlaufskiern in der unberührten Natur. Eine letzte Runde soll es noch sein bevor es dunkel wird. Doch dann zieht ein Sturm auf, der Ninas Heimweg nicht nur erschwert, sondern auch unmöglich macht. Es kommt wie es kommen muss, Nina stürzt den Abhang hinunter, wie im letzten Jahr. In diesem Jahr wird sie allerdings von dem sabbernden Hund Ben gefunden, dessen Herrchen Simon schnell zur Hilfe eilt. Mit einer leichten Gehirnerschütterung bringt Simon sie in seine Berghütte, wo Nina sich ausruhen darf. Simon, der ein typischer Mann ist, kann sich nicht verkneifen den sportlichen Körper von Nina in ihrer Skiunterwäsche zu mustern. Als am anderen Morgen Nina erwacht und sich so langsam wieder erholt hat, beginnt so ein kleines Knistern zwischen den beiden. Während Nina Hals über Kopf sich in Simon verliebt, hadert der noch mit seinen Gefühlen, denn eine alte Last erschwert es ihm, neue Gefühle zuzulassen.

Was hat mir besonders gut gefallen?

Natürlich passiert noch einiges mehr, aber dann brauchst du ja das Buch nicht mehr zu lesen. 😉 Ich verrate nur soviel, auf den ersten 100 Seiten passiert so viel an beflügelten über verängstigten bis hin zu niedergeschmetterten Gefühlen, dass das fast Stoff für weitere 100 Seiten bieten könnte. Und trotzdem finde ich es gut, dass die Autorin die Geschichte relativ kurz und knackig gehalten hat. Ich glaube längere Ausführungen würden den unterschiedlichen Elementen nur unnötige Langeweile andichten oder sie überemotional wirken lassen. Die kleine Achterbahn der Gefühle ist völlig ausreichend, um mich als Leserin zu gewinnen. Zudem ist der Schreibstil eigentlich recht simpel gehalten, sodass ein zügiges Lesen möglich ist.

Was hat mir weniger gut gefallen?

Es gibt aber auch ein zwei Dinge, die mir leider nicht so zusagen:
1.) Ich bin auf keinen Fall der englischen Sprache abgeneigt, aber ich kann es nicht wirklich ausstehen, wenn zahlreiche englische Phrasen im deutschen Sprachgebrauch Überhand gewinnen. Natürlich entwickelt sich Sprache, von daher bleibt es nicht aus, dass Begriffe wie Stubenhocker durch Couchpotatoe ersetzt werden. Das ist alles völlig okay. Aber mich hat es irgendwie gestört, dass Nina und Simon des öfteren Sätze begonnen haben, wie „Anyway, ich wollte nur sagen…“. Das kann ich machen, wenn ich mit anderen am Computer daddel, aber so stört es meiner Meinung nach den Lesefluss.
2.) Die Entwicklung zwischen den beiden Hauptcharakteren ging mir einfach echt zu schnell. Eben hatte sie noch eine Gehirnerschütterung, schon landen sie im Bett. Ist das normal? Außerdem musste ich etwas die Nase rümpfen als Simon Nina einige Klamotten zur Verfügung gestellt hat, darunter befand sich nämlich auch Unterwäsche. Ernsthaft Mädels, wer von euch zieht Unterwäsche einer anderen unbekannten Frau an?

14.04.2014 – 19:50 Uhr

Was hat mir besonders gut gefallen?

Also ich bin ja gerade ziemlich verblüfft von der Wendung, die der Roman genommen hat. Ich hätte jetzt mit einer komplizierten On-Off-Beziehung zwischen Nina und Simon gerechnet, aber dass sich das Ganze in eine Kriminalgeschichte entwickelt, hätte ich als letztes vermutet. Im Vergleich zu den vorhergehenden Kapiteln und Perspektiven, finde ich die Sicht von Polizeibeamtin Sänger viel spannender und erfrischender, aber auch den italienischen Restaurantbesitzer Guiseppe mag ich sehr. Er ist witzig, charmant und eigentlich das, was „Snow Angel“ noch an Charakter gefehlt hat. 😀

Was hat mir weniger gut gefallen?

Durch die unerwartete Wendung bekommt die Geschichte ungefähr nach der Hälfte einen eiskalten Bruch. Zwar sind die Elemente in beiden Teilen des Romans vorhanden, aber irgendwie wollen die nicht so recht zusammen gehören. Was ich echt schade finde. Zudem sind die nächsten Ereignisse in „Snow Angel“ relativ vorhersehbar, was die spannende Erzählweise irgendwie wieder kaputt macht. Hier hat sich die Autorin keine so rechten Gedanken gemacht.

15.04.2014 – 9:00 Uhr

Da habe ich gestern Abend das Buch noch beendet, nur hatte ich krankheitsbedingt nicht mehr die Lust mich an den Rechner zu setzen und einige Worte zu den letzten Seite zu schreiben. Daher hole ich das hiermit nach.

Was hat mir besonders gut gefallen?

Mir hat Kapitel 25 sehr gut gefallen. Mehr möchte ich dazu nicht schreiben, da ich dir dann das komplette Ende verraten würde. 😉

Was hat mir nicht so gut gefallen?

Die letzten 70 Seiten (bis auf Kapitel 25) waren etwas platt und wie ich bereits an vorherigen Kapiteln bemängelt habe, wurde die Geschichte leicht transparent. Für einen Krimi ist das eigentlich der Todesstoß. Gott sei Dank ist und bleibt „Snow Angel“ ein Liebesroman, obwohl Kommissarin Cornelia Sänger im letzten Drittel ein großer Anteil des Buches gewidmet ist. Die Lovestory – ja den musste ich jetzt passend zum Buch bringen 😉 – ist zuletzt auch nicht mehr das was sie zu Beginn war. Meiner Meinung ist alles was nach Seite 140 passiert ein nicht ganz so gelungener Versuch die Elemente des Romans zu verknüpfen.

Fazit:

„Snow Angel“ hat ein wunderschönes Cover mit zwei doch recht sympathischen Protagonisten, gut Simon ist manchmal etwas zu sehr ein Macho und Nina manchmal etwas zu perfekt, aber hey, es ist eine „blöde“ Romanze. Falsch gedacht, Izabelle Jardin verwendet auch Krimielemente in ihrem Roman, sodass aus einer  beginnenden Liebesgeschichte bald ein zumindest anfänglich spannender Krimi wird. Leider wollen diese beiden Welten nicht wirklich harmonieren, zu schnell und zu hart kommt der Schnitt. Zudem ist der Krimi sehr vorhersehbar und lässt das euphorische Glücksgefühl beim Lesen, schnell etwas abflachen. Dennoch bin ich recht zufrieden mit „Snow Angel“, da ich mich doch einige Stunden sehr gut unterhalten gefühlt habe.

35-sterne

• Genre: Liebesgeschichte, Krimi • Verlag: neobooks Self-Publishing (2. April 2014) • ASIN: B00I9QWAQY • Seiten: 206 Seiten • NUR als Kindle-Version erhältlich •

(Buch © neobooks Self-Publishing)

8 Kommentare

  1. Oh je, ich wünsche dir gute Besserung! Schließlich wäre das Lesen doch bestimmt deutlich angenehmer, wenn du die Augen richtig öffnen kannst. Ich drücke die Daumen, dass es dir bald besser geht! 🙂

    Ich glaube, ich würde auch lieber ohne Unterwäsche als in fremder rumlaufen. *g* Aber schön, dass dir das Buch – von den beiden Kritikpunkten abgesehen – so gut gefällt. 🙂

    • Vielen lieben Dank. Zwar laugt die Erkältung einen ziemlich aus, aber dafür ist auch nichts da, was mich vom Lesen ablenken könnte. Von daher wird halt eine Runde geschlafen und wieder zwei drei Seiten gelesen und vielleicht pack ich ja auf die Weise heute mein erstes Buch. ^^

  2. Lyne sagt

    Schnelle Besserung! Ich hoffe, dass es dir bald besser geht. Du hast auf jeden Fall schon einen guten Start hingelegt.
    Lg Lyne

  3. Ähm, danke nein, ich würde auch auf diese Unterwäsche verzichten.
    Und von mir auch gute Besserung! *heißenHolunderbeersaftrüberschiebt*

  4. Also der erste Teil hört sich toll an für mich, aber das es dann eher in Richtung Krimi geht, ist so gar nichts für mich. Schade.
    LG
    Sunny

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