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#Rezension: #DieElfen 4 – Der Fluch des Schicksalswebers

Die Elfen - Königstein

INHALT: König Horsa Starkschild hat mittlerweile mitbekommen, dass sein intriganter Plan nicht aufgegangen ist, denn sein Sohn, Egil Horsason, ist aus falschem Heldenmut mit Alfadas in den Kampf gegen die Trolle gezogen und dort auch gestorben. Ein letztes Mal beschließt der König, selbst in die Schlacht gegen die Trolle zu ziehen. Bei der Rettung einer seiner Soldaten wurde er so stark verletzt, dass auch er auf dem Schlachtfeld stirbt. Starkschilds letzter Wunsch ist es, dass Alfadas Herr und Retter des Fjordlands wird. Doch dieser hatte bei der Verteidigung der gefallenen Festung Phylangan schwere Verluste zu beklagen. Von der 500 Mann starken Armee, kehren lediglich er, Lambi, Silvyna und Ollowain in die Heimat zurück. Aber auch dort herrscht alles andere als Frieden. Das Dorf, indem Alfadas einst lebte, ist verlassen, viele Menschen sind geflohen, einige ermordet. Ole Ragnarsson, ein Freund der Familie, liegt schwer verwundet vor dem Kamin in Alfadas Hütte und berichtet über den Einfall der Wolfspferde und Trolle auf der Suche nach der Elfenkönigin Emerelle…

REZENSION: In „Die Elfen 4: Der Fluch des Schicksalswebers“ geht es nach einer verlorenen Schlacht wieder in das Fjordland. Diesmal wartete das Hörspiel mit etwas weniger Handlung als im Vorgänger auf, aber dafür wurde ich wesentlich besser unterhalten und konnte der Geschichte viel angenehmer folgen. Ungewohnt war hingegen, dass die Episode aufgrund der Opferung von Lyndwyn nicht mit der „vertrauten“ Folterszene begonnen hat, sondern mit zwei, drei Worten des üblichen Erzählers direkt ins Geschehen überging. Doch Alvias sollte nicht der einzige Erzähler bleiben. Ole Ragnarsson übernimmt in der aktuellen Folge ebenfalls diesen Part. Nach wie vor berichtet Alvias über allgemeine geschichtliche Ereignisse im Fjordland und der Albenmark. Alldieweil der sterbende Ole Ragnarsson als erklärender Erzähler der jüngsten Vorfälle fungiert und aus seiner bereits etwas vernebelten Sicht den Überfall der Trolle schilderte. Wahrscheinlich ist das auch der Grund, weshalb ich den Anschein hatte, dass die Erzählstruktur manchmal etwas verworren daher kam. Was mich allerdings nicht davon abgehalten hat, kleinere Hinweise zu entdecken, die auf eine Art Dreiecks, vielleicht sogar Vierecksbeziehung zwischen Alfadas, Asla, Silvyna und Kalf, einem engen Vertrauten Aslas, hindeuten. Ich bin gespannt, was Dennis Ehrhardt daraus machen wird. Denn ein ausartendes Liebeschaos hat „Die Elfen“ definitiv nicht nötig und würde auch gar nicht zur Serie passen. Anders sieht das bei den zu vermerkenden Toden in „Die Elfen 4: Der Fluch des Schicksalswebers“ aus. Verhältnismäßig viele Menschen kommen in der aktuellen Folge ums Leben, sei es durch das Schwert, durch Zauberei oder durch Folter. Aus diesem Grund würde ich diese Hörspielfolge nicht unbedingt ab 12 Jahren empfehlen.

Wo viele Menschen sind, da sind natürlich auch viele Sprecher im Booklet namentlich erwähnt. Einige von ihnen haben mich überzeugt und andere nicht. Begeistert war ich vor allem von Dagmar Dreke, die für die Rolle der Asla eingesprochen hat. In Folge 4 ist Asla eine Art Führungsperson der Menschen in Firnstayn. Nicht selten wird sie aufgrund ihres Geschlechts nicht immer für voll genommen. Und trotzdem hat es Dreke geschafft, die starke Frau mit ihrer Stimme sehr gut darzustellen. Sie wirkt in keinster Weise gekünstelt oder überheblich. Die Vielzahl von Emotionen, die Dreke präsentiert, nimmt man ihr alle ab. Auch Philipp Draeger konnte mich wieder überzeugen. Habe ich ihn doch in „Die Elfen 2: Firnstayns Kinder“ lieb gewonnen, liefert er auch hier wieder eine bravouröse Leistung ab. Als Ulric wirkt er energisch und sehr entschlossen, und trotzdem auch unschuldig. Ein tapferes Kind, wie es in die Welt der Elfen und Trolle gehört. Wer mir auch hervorragend gefallen hat, war die Sprecherin der Birga, Simona Pahl. Während der Folterszenen in den ersten drei Episoden wirkte sie wie ein hirnloser Zombie, der alle Befehle von Skanga ausführt. Doch anders als Skanga wirkt sie erfrischend und auch mal wie ein weiblicher Troll. Problematisch für das Hörspiel ist meiner Meinung nach Andreas Mannkopff als Ole Ragnarsson. Grundlegend macht er alles richtig, seine Stimme ist markant und verleiht dem Charakter Leben, bis er seinen Wunden erlegen ist. Ungeachtet dessen nuschelte mir Mannkopff zu oft und zu stark. Vielleicht sollte er schwach klingen, und trotzdem sollte man auch in dieser Situation in der Lage sein, sauber und verständlich zu sprechen. Es gab einige Abschnitte, die ich mir ca. dreimal anhören musste, um danach bloß festzustellen, dass ich immer noch nichts verstanden habe. Das macht keinen Spaß. Und wenn das in Sequenzen passiert, in denen Ole die Handlung als Erzähler beschreibt, ist das alles andere als von Vorteil. An solchen Stellen patzt dann natürlich die Tonregie. So ist die begleitende Musik zwar stilvoll, aber oftmals zu bombastisch und das aktuelle Geschehen noch zu vordergründig, als dass ich Ole als Erzähler verstehen konnte. Wenn man hier etwas dran gedreht hätte, würde ich „Die Elfen 4: Der Fluch des Schicksalswebers“ die volle Punktzahl geben.

FAZIT: Mit „Die Elfen 4: Der Fluch des Schicksalswebers“ bekommt der Hörer wieder eine spannende und unterhaltsame Folge der Serie. Die Handlung ist diesmal etwas schmaler ausgefallen, was dem kleineren Chaos der Erzählstruktur aber ganz gut tut. Auf diese Weise kann man der Geschichte ohne Probleme folgen. Auch die Sprecher sind im Großen und Ganzen sehr gut ausgewählt und verleihen dem Hörspiel eine gewisse Tiefe und auch Qualität.

40-sterne

• Genre: Fantasyhörspiel • Studio: Folgenreich/Universal (17. Februar 2012) • ASIN: B0066NTRZO • Dauer: 68 Minuten • Auch als mp3-Version erhältlich •

(Bilder © 2012 Folgenreich/Universal)

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