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7 Days 7 Books: Singe, fliege, Vöglein, stirb von Janet Clark

So, nachdem ich die letzten zwei Tage nicht wirklich was gelesen habe, sei es wegen meiner Erkältung, sei es wegen meines kleinen Einkaufs beim Candle Shop Germany (zwei Tarts und ein/e Pillar sind bei mir eingezogen) oder sei es wegen Unlust, möchte ich heute nun mein drittes Buch in Angriff nehmen und vielleicht sogar beenden. Dabei handelt es sich wie unschwer zu erkennen ist um „Singe, fliege, Vöglein, stirb“ von Janet Clark.

singe fliege voeglein stirb

Warum habe ich mich für dieses Buch entschieden?

Zwei Liebesgeschichten habe ich bereits gelesen, oder zumindest solche, wo ich gedacht habe, dass sich dahingehend entwickelt, nun wollte ich mal etwas anderes lesen. Für gewöhnlich bin ich nicht so der Thriller-Leser, aber ich habe nur Gutes über Janet Clark und ihre Romane gehört, dass es auch für mich mal an der Zeit wurde über den gemütlichen Tellerrand zu schauen.

18.04.2014 – 10:48 Uhr

Was ist bisher passiert?

50 Seiten habe ich gelesen und bisher habe ich Ina und Aaron kennengelernt. Ina engagiert sich im Tierheim und wohnt noch bei ihren Eltern, die einen erfolgreichen Bio-Versandhandel führen. Aaron ist seit vier Monaten ihr fester Freund  und studiert Umwelttechnik. Nebenher gibt er Nachhilfe für Casey, die Tochter eines Chemielaborbesitzers. Da das Labor Versuche an Tieren durchführt, wurde es vor kurzem von Tierschutz-  und Umweltaktivisten niedergebrannt. Dabei kam ein Wachmann ums Leben. Die Polizei verdächtigt ein jungen Mann namens Janosch Czerski, der sowohl etwas mit Aarons vertrackter Vergangenheit in Hamburg zu tun hat, aber auch ein Stein bei Ina im Brett hat. Doch darüber weiß weder Ina, noch Aaron Bescheid.

Was hat mir gut gefallen?

Von den Äußerlichkeiten her war ich überrascht, dass die Seiten so unglaublich dick und stabil sind, sodass mein Verdacht, ein 400-Plus-Seiten-Buch vor mir liegen zu haben, schnell relativiert wurde. Insgesamt lässt sich das Buch sehr gut lesen, ansprechende Wortwahl.

Die Handlung selbst ist abwechslungsreich gestaltet, nicht nur allein deshalb, weil ein Kapitel aus der Sicht von Ina die Geschichte erzählt wird und im nächsten Kapitel aus der Sicht von Aaron. Das gibt beiden Protagonisten noch einmal eine andere Ebene der Persönlichkeit, weshalb beide zumindest auf mich sehr sympathisch wirken (und das trotz ihrer Geheimnisse).

Was hat mir nicht so gut gefallen?

Es passieren zu viele kleine Nebensächlichkeiten, dass ich mich gar nicht so recht auf die eigentliche Geschichte konzentrieren kann. So musste ich zum Beispiel gerade für die Inhaltsangabe überlegen, ob Ina studiert oder ihr Abitur macht und habe mich dann entschieden, es nicht zu erwähnen. Und da ich nicht weiß, welche Informationen davon für den weiteren Verlauf wichtig sind, kann ich nicht filtern. Was wirklich schade ist, denn so lese ich die ganze Zeit mit der Angst, irgendwas verpassen zu können, denn vergessen habe ich ja schon einiges.

19.04.2014 – 21.15 Uhr

Auch heute habe ich wieder nicht viel geschafft, denn zu Ostern ist halt immer viel los: ein Käffchen hier, ein Stück Torte dort und überall ein wenig Geschnatter. 😀 Nun versuche ich heute einfach noch den ersten Teil des Buches zu beenden. 90 Seiten sollten also vor dem Schlafengehen noch drinnen sein! Mal schauen, ob ich dann tatsächlich bis Montag noch ein weiteres Buch schaffe, vielleicht weiche ich auch von meinem Plan ab und genieße stattdessen ein Hörbuch… Doch nun zu Janet Clark und ihrem Buch.

Was hat mir besonders gut gefallen?

Mittlerweile wurde ja jemand umgebracht und erste Vermutungen bezüglich des Mörders geäußert. Eine regelrechte Hetzjagd ist darüber hinaus entstanden. Nicht das ich so etwas befürworte, aber der Mord ist einfach zur rechten Zeit – und ja das mag sich jetzt für dich besonders böse anhören – der richtigen Person zugestoßen, sodass die Geschichte spannend bleibt. Alles ist noch recht undurchsichtig, weshalb ich als Leser den Vermutungen glauben schenken oder mir selbst meine Gedanken machen kann. In Bezug auf den Prolog, bin ich daher der Meinung, dass es nicht nur bei dem einen Mord bleiben wird. Aber erstmal abwarten. Wie du liest, mag ich „Singe, fliege, Vöglein, stirb“ eigentlich schon irgendwie, trotz meiner anfänglichen Abneigung gegenüber Thrillern. 😉

Was hat mir nicht so gut gefallen?

An sich gefällt mir das Buch bisher, aber dennoch gibt es so ein zwei Dinge, die ich unter diesem Abschnitt beschreiben möchte.

Generell lese ich gerne und viele Jugendbücher, aber irgendwie ist es mir noch nie so wie in diesem Buch aufgefallen, dass es sich dabei um einen JUGENDthriller handelt. Die Protagonisten wirken ihren pubertären Problemen irgendwie zu kindlich und zum Teil auch recht nervig. Doch bevor dieser Zustand Überhand gewinnen konnte, kam mit dem Mord eine unerwartete Wendung zur rechten Zeit. Da hat Janet Clark ein sehr gutes Händchen bewiesen.

Auch muss ich ihr zu Gute rechnen, dass sie soziale Netzwerke, wie Facebook, in ihre Geschichte aufnimmt und dadurch auch das aktuelle Thema Cyber-Mobbing aufgreift. Aber irgendwie ist, was diese Problematik angeht, bei mir der Füllstand erreicht. Zu oft habe ich jetzt schon im Zusammenhang mit (fiktiven) Romanen und aufgrund meines Berufs darüber lesen dürfen. Andererseits sage ich mir, es gibt auch andere und vor allem junge Leser, die mit diesem Sachverhalt noch nicht konfrontiert wurden und lernen durch „Singe, fliege, Vöglein, stirb“ mögliche Auswirkungen kennen und setzen sich vielleicht darüber hinaus noch damit auseinander. Wie geht es dir dabei?

21.04.2014 – 20:20 Uhr

Gestern habe ich das Buch beendet und bin zu folgendem Fazit gekommen…

Fazit:

„Singe, fliege, Vöglein, stirb“ ist eigentlich ein spannendes Buch, dessen Geschichte und auch Auflösung mit einigen unerwarteten Wendungen den Leser zu überraschen weiß, sodass ich an sich bis zur letzten Minute gefesselt war. Natürlich gab es die unsympathischen Nebencharaktere und manchmal hat es mich auch etwas gestört, dass Janet Clark zu viele unwichtige Informationen in die Handlung eingebaut hat, aber darüber konnte ich noch hinwegsehen. Was mich hingegen wirklich gestört hat, „Singe, fliege, Vöglein, stirb“ würde nicht existieren, wenn die Protagonisten einfach mal miteinander geredet und Unklarheiten beseitigt UND die Polizei nicht als Bösewicht dargestellt hätten. In jedem zweiten oder dritten Kapitel gab es einen Absatz, bei dem ich nur den Kopf schütteln konnte oder am liebsten Ina oder Aaron angeschrien hätte á la „Mach das (nicht)!“. Dennoch war der Roman fesselnd und hat für Jugendliche interessante Themen, wie Cybermobbing aufgeworfen und auch Auswirkungen dargestellt, was dem Buch wieder positiv angerechnet werden kann.

35-sterne

• Genre: Thriller • Verlag: Loewe (10. März 2014) • ASIN: 978-3785577523 • Seiten: 336 Seiten • auch als Kindle-Version erhältlich •

(Buch © Loewe)

7 Kommentare

  1. Die vielen kleinen Nebensächlichkeiten sind ein Phänomen bei Janet Clark. Ab und an sind dies sogar sehr wichtig für die Handlung. So war es jedenfalls bei ihren ersten zwei Werken. Ich wünsche dir noch viel Spaß mit dem Buch und dein erster Eindruck macht mich neugierig auf das Buch.

    • Also bisher habe ich nicht den Eindruck, irgend etwas Wichtiges vergessen oder überlesen zu haben. Ich hoffe, das bleibt auch so. ^^ Ansonsten bin ich nach dem Mord jetzt einfach gespannt, wie sich die Geschichte zwischen den Protagonisten und zahlreichen Nebencharakteren, die ja alle irgendwie eine gemeinsame Vergangenheit haben, weiterentwickelt. 🙂

  2. Mein erster Gedanke war ja, dass das Cover für einen Thriller viel zu lustig aussieht 😛 Und ich bin ja mal gespannt wie sich das mit den Nebensächlichkeiten noch entwickelt. Ich merke mir solche Sachen auch nicht alle und dann bin ich immer besonders überrascht, wenn sie plötzlich so wichtig werden.

    • Ich habe ja eher eine makabere Assoziation mit dem Cover, denn ich denke dabei immer an ein Grab mit Blumen, was ja durchaus zutrifft… Ansonsten hält sich das mit den vielen Nebensächlichkeiten in Grenzen, da ich bisher nichts überlesen oder vergessen habe, was für den aktuellen Verlauf der Geschichte wichtig war/ist. 🙂

  3. Das Cover ist ja mal ein Fall von drastischer Ironie, was? 😉
    Viel Spaß noch mit deinem Blick über den gemütlichen Tellerrand – schöne Formulierung, da wohne ich ja auch eher … ;-)!

    • Sooo ironisch finde ich das Cover gar nicht. Denn mich erinnert der schwarze Rand an die Traueranzeigen aus der Zeitung und die Blumen an Grabesblumen. Eigentlich makaber, aber doch irgendwie treffend, findest du nicht? 😉

  4. Also mir gefällt der Titel 🙂
    Das Cover ist nicht so meins, aber ist dann wohl Geschmackssache…

    Viel Spaß noch beim Lesen
    ? Tessa

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