Books, Movies and More, PR-Sample
Schreibe einen Kommentar

#Rezension: #DorianHunter 11 – Schwestern der Gnade

Dorian Hunter - Schwestern der Gnade

INHALT: Wie bereits zum Ende der vorherigen Doppelfolge angedeutet wurde, hat sich Dorian Hunter selbst unter falschem Namen in das österreichische Sanatorium, in dem auch seine Frau Lilian nach den Erlebnissen auf Schloss Lethian Erholung sucht, eingewiesen. Während sein Chef und auch seine Kollegen über Dorians eigenständiges Handeln erzürnt reagieren, versucht Dorian merkwürdigen Ereignissen im Sanatorium des zwielichtigen Dr. Demmings auf die Schliche zu kommen, denn laut seiner Frau Lilian soll auf dem Gelände jede Nacht ein Todesengel erscheinen und einen Patienten nach dem anderen umbringen. Doch bevor Dorian mit seinen Ermittlungen wirklich beginnen kann, wird er beim Herumschnüffeln erwischt und muss am eigenen Leib erfahren, wie man mit Patienten, die sich nicht an die Hausordnung halten, im Sanatorium umgeht…

REZENSION: Nach der epischen Doppelfolge „Dorian Hunter: Der Folterknecht“ hat sich das Produzententeam der Serie für eine kleine Auszeit im Zusammenhang mit der Geschichte um Dorian entschieden. Denn statt sich wie in den vorherigen Folgen auf Mystery, Horror & Dämonenjagd zu konzentrieren, heißt es in „Dorian Hunter – Schwestern der Gnade“: Dorian Hunter goes Miss Marple. Aber auch die übliche Zusammenfassung zu Beginn einer jeden Folge sollte eine Änderung erfahren. So bekommt der Zuhörer diesmal keinen Zusammenschnitt bereits zu belauschender Szenen serviert, sondern eine Kurzfassung aller wichtigen Ereignisse in Form eines Gesprächs zwischen Dorian Hunter als Gerry Stack und Dr. Demming. Nach dem üblichen Titelsong von Joachim Witt startet die Folge direkt im Sanatorium der Schwestern der Gnade und beschränkt sich auch in den nächsten 75 Minuten auf genau diese Umgebung. Aus diesem Grund kann man der Handlung sehr leicht folgen (anders als bei manch einer der vorherigen Folgen). Was keineswegs bedeuten soll, dass die Geschichte weniger spannend ist. Denn durch die Wahl des Irrenhauses als Rahmen der Episode, wirkt die Folge sehr beklemmend und düster. So hat man nicht nur einmal das Gefühl, dass Dorian selbst so langsam dem Wahnsinn verfällt.

Das besondere Schmankerl von „Dorian Hunter – Schwestern der Gnade“ ist die ordentliche Portion schwarzer Humor, für den sich Marco Göllner als Autor der Serie hier entschieden hat. Nennenswert sind hier die Szenen mit dem sehr monotonen und recht grenzdebilen Krankenpfleger Arnie, welcher von Stefan Fredrich gesprochen wird, dessen Stimme den meisten als Jim Carrey bekannt sein dürfte. Aber auch Marvin Cohen trägt seinen Anteil bei. So ist die Szene in der er und Dorian über das Gelände spazieren einfach nur zum Piepen, denn Marvin kommt nicht damit zurecht, dass die beiden für ein Liebespärchen gehalten werden. Als drittes und letztes Beispiel möchte ich die amüsanten Kaffeekränzchen mit den Schwestern Hercy und Mercy nennen. Diese Szenen brillieren vor allem wegen der Stimmen von Luise Lunow (Hercy) und Jessy Rameik (Mercy): lästernd, mütterlich und herzlich zugleich und das in einer Umgebung, die Gänsehaut bereitet.

Neben der hervorragenden Stammriege von Sprechern von Thomas Schmuckert als Dorian Hunter über Frank Felicetti als Don Chapman bis hin zu Claudia Urbschat-Mingues als Coco Zamis, sind auch noch zwei weitere hervorragende Sprecher mit dabei: Iris Artajo und Peter Matic. Letzterer ist der Synchronsprecher von Sir Ben Kingsley und ist die Idealbesetzung für den Doktor der Irrenanstalt. Trotz der zwielichtigen Persönlichkeit ist das Gesprochene punktiert und akzentuiert, sodass man ihm gern zuhört. Und auch Iris Artajo verdient ein riesiges Lob. Ihre Stimme ist sehr sympathisch, vielleicht etwas kindlich, passt aber hervorragend zur labilen und geschändeten Lilian. Ich persönlich finde es nur schade, dass man bereits zu Beginn der Serie das Aus für den Charakter festgelegt hat. Nichtsdestotrotz ist das Produzententeam immer wieder für eine Überraschung zu haben, womit die Chance besteht, dass die Figur Lilian Hunter wieder stärker in die Serie eingebunden wird. Zum Ende der Folge wird die vermeintliche „Miss Marple“-Folge dann wieder zu einer Episode der „Dorian Hunter“-Serie. Es wird wieder ein Bezug zur schwarzen Familie hergestellt und auch die Action kommt nicht zu kurz.

FAZIT: „Dorian Hunter: Schwester der Gnade“ ist nicht vergleichbar mit seinen Vorgängern, vor allem nicht nach der überaus gelungenen Doppelfolge. Ungeachtet dessen bietet die 11. Episode eine Menge schwarzen Humor, viel Action und soliden Hörgenuss im zermürbenden Irrenhaus.

40-sterne

• Genre: Gruselhörspiel • Studio: Folgenreich/Universal (20. August 2010) • ASIN: B003UUFHHI • Dauer: 75 Minuten • Auch als mp3-Version erhältlich •

(Bilder © 2010 Folgenreich/Universal)

Kommentar verfassen