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The Fault in Our Stars – John Green

Lange Zeit wollte ich „The Fault in Our Stars“ (dt. „Das Schicksal ist ein mieser Verräter) nicht lesen, weil ich zum Einen traurige Inhalte nicht lesen mag und zum Anderen extremst hochgelobte Lektüre meide. Doch nachdem ich den Trailer zum Film gesehen habe, wurde meine Neugierde dann doch geweckt, sodass ich letztendlich mir bei Amazon das Buch mit dem wunderschönen Filmcover gekauft habe.

Schon bevor ich „The Fault in Our Stars“ in die Hand nahm, hatte ich so eine Vorahnung, wie das Buch enden wird. Daher habe ich immer nur in kleinen Schritten gelesen, weil ich einfach Angst hatte, dass jetzt der tränenreiche Teil der Geschichte beginnt. Nachdem ich nach zwei Wochen das Buch immer noch nicht beendet hatte, habe ich mich quasi „gezwungen“ zu lesen. Gewappnet mit einer Packung Taschentücher und meiner Kuscheldecke wurde „The Fault in Our Stars“ dann beendet. Und es war schön!

Bei „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ geht es um Hazel Grace Lancaster. Sie ist 17 Jahre alt und hätte vor vier Jahren bereits sterben an Schilddrüsenkrebs sterben sollen. Doch dann kommt ihre Ärztin mit einem Medikament um die Ecke, das den Krebs zwar nicht heilt, aber ihr noch einige Lebensjahre verschaffen kann. Über die Zeit des Darniederliegens ist Hazel Grace sehr pragmatisch und manchmal auch etwas zynisch geworden, sodass sie nur wegen der Liebe zu ihren Eltern zum Beispiel zur Selbsthilfegruppe geht. Dort trifft Hazel Grace auf Augustus „Gus“ Waters, dem aufgrund von Knochenkrebs ein Bein abgenommen wurde. Die beiden freunden sich schnell an und bei Diskussionen über Filme und Bücher, insbesondere „An Imperial Affliction“, lernen sie sich auch lieben. Allerdings wird dies Hazel erst mit dem Besuch in Amsterdam klar, als ihr sehnlichster Wunsch, Peter van Houten (Autor des Buches „An Imperial Affliction“) zu treffen, sich in eine Art unnütze Aktion verwandelt.

„The Fault in Our Stars“ ist trotz der vielen Erkrankungen, Behandlungen und schlichtweg unschönen Aussichten für den einen oder anderen Charakter, eine lebensbejahende, romantische und tief greifende Geschichte, die mir viele Tränen bescherrt hat, aber auch genauso viele Lacher. Hazel und Gus haben es mir auch sehr einfach gemacht, ihren Lebensabschnitt mitzuverfolgen, denn bereits von der ersten Seite bzw. vom ersten Erscheinen habe ich die Charaktere geliebt. Wahrscheinlich liegt es auch daran, dass John Green nichts verschönt oder idealisiert hat. Er hat die guten als auch die schlechten Eigenschaften der Protagonisten, aber auch die Lebenssituation der Eltern und der Umgebung realistisch dargestellt. Die Handlung selbst ist ziemlich geradeaus, kann mit einigen angenehmen und unangenehmen Wendungen aufwarten, sodass es nie langweilig wird. Jedoch muss ich auch sagen, dass ich einige dieser Wendungen aufgrund meiner Vorahnung erwartet habe, sodass ich ab ca. zwei Drittel des Buches nur noch wissen wollte, wie meine bestätigte Vorahnung von John Green umgesetzt wird. Dafür gibt es aber keine Punktabzüge, weil „The Fault in Our Stars“ ein wirklich großartiges Buch ist, und ich es nur jedem ans Herz legen kann.

50-sterne

• Genre: Drama, Gegenwartsliteratur • Verlag: Penguin (Original: 1. Januar 2012 // Movie Tie-in: 08. April 2014) • ASIN: 978-0147513731 • Seiten: 352 Seiten • auch erhältlich aus Kindle-Version und Hörbuch

(Buch © Penguin)

3 Kommentare

  1. Jetzt wo du es mit dem sehr vorraussehbarem Handlungsverlauf ansprichst, stimmt! Es war mehr als offensichtlich wie das Ganze verlaufen wird, selbst ohne die ganzen Spoiler mit denen man Online die ganze Zeit bombardiert wurde. Aber Green hat alles so unglaublich gut ausgebaut, dass es egal war, wie 08/15 die Storyline im Allgemeinen ist.

    Deine Rezension ist wirklich toll geschrieben.

    Liebe Grüße,
    Suey

    • Viele lieben Dank für deinen netten Kommentar, Suey. Da mich das Buch zunächst nicht wirklich interessiert hat, habe ich mögliche Spoiler im Netz ausgeblendet. Jetzt, wo der Kinostart so kurz bevor steht, wird es natürlich noch schlimmer, daher musste ich das Buch jetzt einfach lesen. Und wie du gelesen hast, hat es mir gefallen. 🙂

      PS: Ich kann dich verstehen mit deiner Hassliebe zu John Green. Ich werde nur ungern ein weiteres Buch von ihm lesen, aus Angst, dass die anderen nicht mehr so gut sein werden, wie „The Fault in Our Stars“.

      • Ich glaube ich würde Looking for Alaska gerne noch lesen, aber allgemein sprechen mich seine anderen Werke nicht so an, wie The Fault in Our Stars und bei diesem Buch war es auch nur wegen der Spoiler 😀 Aber mal sehen. Mein SuB ist hoch genug für meinen Geschmack und ich hab noch so tolle andere Bücher, die ich im Moment lieber lesen möchte.

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