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#Rezension: #DieElfen 5 – Elfenwinter

Die Elfen - Elfenwinter

INHALT: Nach den tödlichen Überfällen der Trolle auf Honnigsvald und Firnstayn haben Alfadas und einige wenige Soldaten die Lage sondiert und die Leichen, oder was nach der üppigen Menschenmahlzeit der Trolle noch übrig geblieben ist, zusammengetragen, um sie auf dem Scheiterhaufen zu verbrennen und damit zu ehren. Da keiner der Soldaten bei den Leichen Anzeichen von Alfadas Frau und Kinder entdecken konnte, sind sie wohl mit den Überlebenden über das blanke Eis des Fjordlands in ein abgelegenes Bergdorf geflohen. Doch auch dort sind sie alles andere als sicher, denn die Trolle sind ihnen bereits gefolgt. Im ersten Angriff auf das Dorf wurden sie jedoch zurückgedrängt, sodass die Menschen des Bergdorfs für eine weitere Nacht vor den Trollen sicher sind. Orgrim, der Anführer der Trolle, gibt aber nicht auf und schmiedet bereits einen weiteren Plan die Verteidigungsanlage niederzuzwingen. In der Zwischenzeit machen sich auch Alfadas und sein Gefolge auf den Weg zum Bergdorf, um den Menschen dort im finalen Kampf gegen die Trolle zu unterstützen…

REZENSION: „Die Elfen 5: Elfenwinter“ ist der abschließende Teil der Vertonung des gleichnamigen Romans von Bernhard Hennen. Dass damit die Hörspielreihe noch nicht beendet ist, zeigen weitere Veröffentlichungen der Serie. Und trotzdem scheint hier die spannende Geschichte um Alfadas Mandredson im Kampf Elfen gegen Trolle ein Ende zu nehmen. Für ein Finale mit einer so episch über mehrere Folgen angekündigten Schlacht wird diesmal verhältnismäßig wenig gekämpft. Natürlich werden hier und da Schwerter und Keulen gezückt, aber so schnell wie der Kampf begonnen hat, wird dieser auch wieder unterbrochen, sodass letztlich mehr Wert auf persönliche Entwicklungen der Charaktere gelegt wurde. Diese konnte ich in mehreren Handlungssträngen verfolgen. Dazu gehören das Bergdorf mit Asla und Kalf, die marschierende Armee von Alfadas und Ollowain, die abgeschiedenen Kinder Ulric und Halgard, sowie das Trolllager mit Orgrim. Das klingt zwar viel, aber dadurch, dass alles parallel verläuft und nicht wie in anderen Hörspielen des Verlags in unterschiedlichen Zeiten, kann man der Handlung tatsächlich sehr einfach folgen. Von den vier Standpunkten der Geschichte fand ich die Beziehung zwischen Asla und Kalf am unangenehmsten. Wie zwei peinlich berührte Teenager nähern sich beide immer weiter an, was in einem recht unglaubwürdigen Liebesakt endet, der durch den zweiten Angriff der Trolle auf das Bergdorf auch alsbald unterbrochen wird. Sehr viel spannender wirkten die Ereignisse um Ulric und Halgard. Beide Kinder sind nicht nur auf der Flucht vor den Trollen, sondern werden auch Zeuge übernatürlicher Kräfte, die vermeintlich von Luth, Gott und Schicksalsweber, ausgehen. Hier habe ich tatsächlich Fantasy vernommen, der Rest dieser Folge war eher so eine sehr gut umgesetzte Mittelalteraufführung mit Rittern in Trollverkleidung. Das Ende von „Die Elfen 5: Elfenwinter“ kam dann schneller als ich gedacht habe und auch irgendwie wesentlich unspektakulärer. Zwar wurde ich die 69 Minuten sehr gut unterhalten, aber episch ist meiner Meinung nach auch was anderes.

Bei den Sprechern gibt es keine Neuerung zu verzeichnen. Jeden Einzelnen konnte ich bereits in vorhergehenden Folgen hören und mir auch ein Urteil über sie bilden. Mal abgesehen von der peinlichen Inszenierung setzt Dagmar Dreke als Asla ihre starke Leistung fort. Auch Sascha Rotermond kommt als verzweifelter und hasserfüllter Alfadas glaubhaft rüber. Die beiden Kinder Philipp Draeger und Carla Sachse sind ebenfalls wieder sehr gut. Wobei ich bei Sachse manchmal den Eindruck hatte, als sei ihr Repertoire mit den wenigen Zeilen und den damit verbundenen Emotionen ausgeschöpft. Ich empfand diese Tatsache nicht wirklich kritisch, da der Rest der Sprecher gute Arbeit liefert. Einzig mit den Trollen will ich bis zuletzt nicht auf einen grünen Zweig kommen. Es nervt mich einfach, dass die Stimmen dermaßen verzerrt sind, dass ich nie oder erst sehr spät wusste, wer sich da jetzt charaktermäßig anpöbelt. Bei der Musik und von den Geräuschen her habe ich eigentlich nichts zu beanstanden. So herrschen bei den verschiedenen Handlungsorten unterschiedliche Geräusche, wie das Klirren von Schwertern, das Galoppieren der Pferde durch den Schnee oder das Knistern von Feuer im Trolllager. Es wirkt alles sehr realistisch. Interessant war auch zu hören, dass das Verschlingen von gerösteten Menschenrippen, so klingt wie der Biss in einen knackigen Apfel. Nun ja, ich kann nicht beurteilen, ob es den Tatsachen entspricht, aber ein Schmunzeln konnte ich mir nicht verkneifen. Die Musik reicht auch diesmal wieder von Trommeln bis hin zu heroischer Musik. Anders als bei den Vorgängern hat man bei „Die Elfen 5: Elfenwinter“ darauf geachtet, dass die Balance stimmt, Musik und Geräusche wirklich nur begleiten und nicht übertönen.

FAZIT: Vom Abschluss der Vertonung zum Roman „Elfenwinter“ habe ich mir etwas mehr versprochen. So beinhaltet „Die Elfen 5: Elfenwinter“ alle wichtigen Elemente eines spannenden Hörspiels, nämlich etwas Action und Abenteuer, ein wenig Romantik und auch ein bis zwei tragische Momente, aber der epische Ausgang, der so dramatisch über die vergangenen vier Folgen aufgebaut wurde, blieb einfach aus. Womöglich lag es daran, dass in Episode 5 die Einzelschicksale in den Vordergrund gestellt wurden und somit alles schemenhaft abgehandelt wurde, sodass sich am Ende alle freuen oder eben auch nicht. Insgesamt halte ich aber die 5 Folgen für einen gelungenen in sich abgeschlossener Hörspielzyklus, den ich jedem, der Elfen und Trolle mag, empfehlen würde.

40-sterne

• Genre: Fantasyhörspiel • Studio: Folgenreich/Universal (27. April 2012) • ASIN: B007F46EKO • Dauer: 70 Minuten • Auch als mp3-Version erhältlich •

(Bilder © 2012 Folgenreich/Universal)

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