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#Rezension: #DorianHunter 13 – Wolfshochzeit

Dorian Hunter - Wolfshochzeit

INHALT: Jörg Eklund, Werwolf und einer der letzten drei überlebenden Brüder, möchte seine Freundin und Zirkusartistin Jennifer Jennings heiraten. Anlässlich dieses Ereignisses lädt er acht Gäste zur Verlobungsfeier ein. Doch was die ersten sieben Gäste nicht wissen: Sie sind Teil der Hauptspeise. Der achte Gast ist Dorian Hunter und wurde unter falschem Vorwand zu einem späteren Zeitpunkt angehalten, das Haus zu besuchen. Kaum ist er vor Ort, fällt er durch eine unbekannte Substanz in der Luft in Ohnmacht. Zu allem Übel entdeckt ihn der Secret Service inmitten der zerstückelten und zerfetzten Leichen. Da er nicht beweisen kann, dass er nicht schuldig ist, wird er bezichtigt, die Tat begangen zu haben. Aber auch Dorians eigenständiges Handeln aus den zurückliegenden „Abenteuern“ schüren das Misstrauen und die Unzufriedenheit seiner Arbeit beim Secret Service, sodass Chief Sullivan befehligt, Dorian auf Schritt und Tritt zu verfolgen. Doch bevor Dorian sich ernsthaften Konsequenzen stellen muss, verschwindet er mit Donald Chapman im Handgepäck. Auf der Suche nach der wahren Geschichte hinter dieser brutalen Tat wird Dorian nun selbst zum Gejagten…

REZENSION: Nachdem die letzten beiden Folgen eher ruhig verlaufen sind und Episode 12, meiner Meinung nach, alles andere als gelungen bezeichnet werden kann, habe ich für „Dorian Hunter 13: Wolfshochzeit“ hohe Erwartungen gehabt. Aber leider wurden diese nicht zu meiner Zufriedenheit erfüllt. Zunächst sei erwähnt, dass sich das Team um „Dorian Hunter“ wieder richtig Mühe gegeben hat, die 13. Folge mit einer ordentlichen Portion Action und Schockelementen auszustaffieren, sodass es während der atemraubenden Hetzjagd durch London nur selten bis gar nicht langweilig wird. Doch manchmal möchte man auch einfach zu viel des Guten. So zum Beispiel in der gewöhnungsbedürftigen Anfangsszene, in welcher sich der Werwolf zunächst über die Gäste hermacht, um dann seine ihm Angetraute mit Leichenteilen und der eigenen Werwolfzunge zu befriedigen… Mit Sicherheit möchte man schocken, auch ist das Hörspiel nicht umsonst erst für Zuhörer ab 16 Jahren geeignet, aber Sodomie als Teil der Episode ist mir persönlich, und wohl auch manchen anderen, einfach zu derb. Meine Laune, der neuen Folge zuhören zu dürfen, sank dabei schlagartig in den Keller.

Auch muss ich sagen, dass mir in dieser Episode gewisse Sprecher nicht wirklich zugesagt haben. Dazu gehören Konrad Halver als Chief Trevor Sullivan und der von mir sonst so hochgelobte Frank Gustavus als Marvin Cohen. Das Missfallen wurde besonders in einer Szene zu Beginn der 13. Folge deutlich: Während der Zuhörer zunächst nicht wirklich erkennt wer Dorian Hunter verhört, spitzt sich das Gespräch zwischen den drei Personen so künstlich zu, dass es mehr als unnatürlich und eigentlich fast schon peinlich wirkt. Dagegen hat mir Regina Lemnitz als Martha Pickford, die Haushälterin, großen Spaß bereitet. Da ja nun der Charakter Cohen in dieser Folge eine eher ernstere Position einnimmt, ist Mrs. Pickford für die Späßchen in „Dorian Hunter 13: Wolfshochzeit“ zuständig. Dadurch gewinnt sie noch eine neue, aber auch liebenswerte Tiefe. Ein weiterer stimmlicher Triumph ist Thomas Schmuckert. Im Verlauf der vorangegangen Episoden hat mir seine Vertonung von Dorian Hunter nicht so gut gefallen, da er in meinen Ohren nicht mehr der harte Kerl war, der alles weggesteckt hat, sondern dazu tendierte, ein labiles Weichei zu werden. Mit dieser Folge ist es Thomas Schmuckert gelungen, Dorian wieder etwas strenger und eisiger klingen zu lassen – ohne dabei zu vergessen, dass immer noch ein enormer psychischer Druck auf ihm lastet.

Neben den beiden Sprechrollen auf der guten Seite muss ich gestehen, dass mir auch Michael Prelle als Jörg Eklund positiv aufgefallen ist. Nicht nur, dass seine Stimme trotz seiner Taten total sympathisch klingt, so wird sie mit entsprechenden Effekten auch dahingehend unterstützt, dass Eklund eine Gestalt wird, der man möglichst gar nicht über den Weg laufen möchte. Aber allgemein ist die Soundkulisse in „Dorian Hunter 13: Wolfshochzeit“ zufriedenstellend, denn man versucht neben den unzähligen rhythmischen, blubbernden und blechernen Elektroklängen auch einige Musikstücke einfließen zu lassen, welche die Atmosphäre entsprechend unterstützen. Allerdings sollte das Team bei einer so hochwertigen Produktion darauf achten, dass Musik und Stimmen im richtigen Verhältnis zueinander stehen. So musste ich in ein bis zwei Szenen, in welchen sich die Personen etwas entfernter befunden haben, die Gesamtlautstärke aufdrehen, um überhaupt das Gespräch „dort hinten“ mithören zu können. Die 13. Folge endet dann wie üblich wieder mit einer Menge Krawall und dem typischen Ausblick. Nur dass es sich dabei eher um einen unbekannten Rückblick handelt, der Raum für unzählige Vermutungen lässt und womöglich wieder eine interessante Geschichte für die weitere Handlung vorbereitet.

FAZIT: Leider konnte mich trotz der fulminanten Action auch „Dorian Hunter 13: Wolfshochzeit“ nicht wirklich überzeugen. Das Produktionsteam hat hier einfach zu viel gewollt und dabei maßlos übertrieben. Ich hoffe, dass der Abwärtstrend ein baldiges Ende nimmt und diese doch eigentlich grandiose Hörspielserie da ansetzt, wo man mit der Doppelfolge 10 aufgehört hat.

35-sterne

• Genre: Gruselhörspiel • Studio: Folgenreich/Universal (25. Februar 2011) • ASIN: B004IXJEOS • Dauer: 79 Minuten • Auch als mp3-Version erhältlich •

(Bilder © 2011 Folgenreich/Universal)

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