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#Rezension: #DorianHunter 14 – Jagd nach Paris

Dorian Hunter - Jagd nach Paris

INHALT: Nach den blutigen Ereignissen in London und dem Tod von Jörg Eklund ist Dorian Hunter auf der Suche nach seinem letzten Bruder: Frederic De Buer, ein Vampir. Seine Reise führt ihn dabei zum Bahnhof St. Pancras, wo der Eurostar bereits darauf wartet, nach Paris fahren zu dürfen. In letzter Sekunde springt Dorian auf den Zug auf. Aber auch der Secret Service hat Dorian nicht aus den Augen verloren und ist ihm ebenfalls auf den Fersen, um den vermeintlichen mehrfachen Mörder daran zu hindern die Grenzen des britischen Empires zu verlassen. Und als wäre das nicht schon schlimm genug, hat der Secret Service auch die französische Polizei auf ihn gehetzt. So blockieren beide Dienste die Ausgänge des Ärmelkanals und warten darauf, dass sowohl Frederic De Buer als auch Dorian Hunter den Tunnel verlassen…

REZENSION: „Dorian Hunter 14: Jagd nach Paris“ ist, wie der Titel es bereits ahnen lässt, eine Geschichte, in deren Mittelpunkt eine actiongeladene Verfolgungsjagd steht. Und genau das hat die Serie mal wieder gebraucht: weniger Gelaber, dafür aber mehr Action, was ausschlaggebend für die gute Unterhaltung der 14. Folge ist. Die Handlung selbst setzt direkt nach dem Mord an Jörg Eklund ein, so dass die Episode keine lange Einleitung benötigt und der Zuhörer sich direkt im Geschehen wiederfindet, um mitzuerleben, wie Dorian Hunter vom Londoner Tatort aus einen kleinen rundlichen Mann mit Halbglatze verfolgt. Dieser Mann ist kein anderer als sein verbliebener Bruder Frederic de Buer. Dass es bei dieser Verfolgungsjagd zum entscheidenden Kampf zwischen den beiden kommt, ist stark vorhersehbar, zeugt indes aber auch davon, dass Dorians Rachefeldzug gegen seine Brüder und vor allem seinen Vater seinen baldigen Showdown findet. Die Handlung von „Dorian Hunter 14: Jagd nach Paris“ beschränkt sich dabei auf den Eurostar bzw. Ärmelkanal als einzigen Schauplatz für diese Episode. Zunächst war ich etwas skeptisch, wie das funktionieren kann. Doch dank der vielen Action und dem etwas hinten angestellten Horror ist die Geschichte richtig spannend und steigert sich im weiteren Verlauf. Ja, selbst der Ausblick lässt den Zuhörer vor Spannung platzen. Jedoch gibt es auch den einen oder anderen logischen Fehler in dieser Episode, denn wie zum Beispiel soll Dorian bitte auf das Dach des Eurostars springen, um dann während der Fahrt in den Zug einzudringen? Mit Sicherheit ist das etwas, was vernachlässigt werden kann, aber der Fehler ist vorhanden und ich als Zuhörer wurde daher kurzzeitig von der Handlung ablenkt.

Ablenkung ist auch ein gutes Stichwort. Denn neben den kleineren logischen Fehlern sind auch Szenen vorhanden, in denen man viel Fantasie benötigt, um sich das Geschehene vorstellen zu können. Ich rede von Szenen, in denen lediglich Geräusche zu hören sind und ein Erzähler viel Licht ins Dunkel hätte bringen können. Leider gibt es davon in dieser Folge zu viele. Aber auch die immer mal wieder thematisierte zu laute Geräuschkulisse ist präsent, womit Satzteile unhörbar werden. An diesen Stellen wird wieder einmal deutlich, dass Dorian Hunter nicht zum „Mal nebenbei dudeln lassen“ geeignet ist. Nichtsdestotrotz ist der Mix aus weicheren und harten Elektroklängen gelungen und unterstreicht die bedrückende Enge im und um den Schauplatz des Eurostars. Dies gilt auch für die doch recht natürlich klingenden Geräusche. Neben der Musik waren auch die Stimmen wieder großartig. Besonders gefallen haben mir Oliver Kalkofe als Armand Melville und Robert Kotulla als Frederic de Buer. Zunächst habe ich gar nicht realisiert, dass der französische Journalist von Kalkofe gesprochen wird. Erst mit dem Blick ins Booklet wurde mir dann bewusst, was er doch eigentlich für ein Sprechertalent ist, zumal er den französischen Akzent sehr natürlich klingen lässt und damit sein Können, verschiedenste Charaktere und Stimmungslagen glaubhaft zu interpretieren, unter Beweis stellt. Und auch Robert Kotulla weiß diese entsprechend zu inszenieren. Seine Darstellung als kleiner, runder, feiger und irgendwie armseliger Vampir erfüllt ganz die Erwartungen der Zuhörerschaft. Für den ausreichenden Humor in „Dorian Hunter 14: Jagd nach Paris“ sorgt diesmal Konrad Halver als Trevor Sullivan. Ich muss gestehen, ich mag den Charakter immer noch nicht und werde ihn höchstwahrscheinlich auch nie mögen, aber es hat mir einfach Spaß gemacht, ihm beim Rumwettern wie ein kleines verärgertes Rumpelstilzchen zuzuhören.

FAZIT: Trotz des recht beschränkten Schauplatzes, der zeitweise zu laut geratenen Geräuschkulisse und dem manchmal vermissten Erzähler ist „Dorian Hunter 14: Jagd nach Paris“ endlich wieder mal eine recht gelungene Folge, bei der es wieder Spaß gemacht hat, zuzuhören.

40-sterne

• Genre: Gruselhörspiel • Studio: Folgenreich/Universal (20. Mai 2011) • ASIN: B004Q45P88 • Dauer: 66 Minuten • Auch als mp3-Version erhältlich •

(Bilder © 2011 Folgenreich/Universal)

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