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Dorian Hunter 15 – Die Teufelsinsel

Dorian Hunter 15: Die Teufelsinsel

INHALT
Mittlerweile hat Dorian Hunter seine acht Brüder auf mehr oder weniger barbarische Art zur Strecke gebracht. Nun ist nur noch Asmodi selbst übrig. Kurz vor seinem Tod hat Frederic de Buer Dorian den Aufenthaltsort des Vaters verraten. Zusammen mit dem auf dem Eurostar kennengelernten Journalisten Armand Melville macht er sich nun auf den Weg zu diesem Rückzugsort: einer kleinen, privaten Insel im Mittelmeer vor Sizilien. Dass diese Mission kein Zuckerschlecken werden würde, war Dorian bewusst. Doch mit einem riesigen Rudel Werwölfe, dunkelhäutigen Sirenen und gefährlichen Piraten hätte auch Dorian nicht gerechnet…

REZENSION
„Dorian Hunter 15: Die Teufelsinsel“ gehört zu den ruhigeren Folgen der Serie, die für die meisten wohl etwas langweilig wirken könnte. Aber im Vergleich zu anderen Folgen dieser Art empfand ich die Episode als interessant und spannend – und das trotz der Tatsache, dass der Zuhörer nach den 80 Minuten genauso viel weiß wie zuvor. Nach den Ereignissen in Paris hat der Produzent Marco Göllner das Publikum im Glauben gelassen, dass es in dieser Folge zum ultimativen Showdown zwischen Dorian Hunter und Asmodi, dem Kopf der schwarzen Familie, kommt. Doch statt fulminante Action zu bieten, erfährt man wieder einmal vieles rund um die Serie selbst. Nur fiel das Zuhören diesmal nicht wirklich schwer, denn die Inszenierung der Erzählung hat mich persönlich sehr angesprochen. Denn man erfährt alles über die Begebenheiten und die Vorfälle während der Reise zur Teufelsinsel durch Kamera- und Tonaufnahmen von Armand Melville, der ohne Dorian von der Insel geflüchtet ist.

Parallel zu dieser Handlung erfährt der Hörer noch weitere Fakten über Francois Mackandal. Bereits in einer der früheren Folgen der Serie war sein Charakter Teil des in der Serie beständigen Ausblicks. Mackandal wurde wegen seiner enormen Kräfte einst von Asmodi aufgenommen und später als Sklave verkauft. Jedoch nur um dessen Hass, die Motivation seiner unnatürlichen Fähigkeiten, zu stärken. Doch scheinbar hat Asmodi damit einen großen Fehler begangen, denn wie Göllner im Booklet beschreibt, ist Mackandal der Mann, der Asmodi besiegt und beerbt hat. Und hier wird es interessant, denn anstatt sich an einem Roman oder Sonstiges zu klammern, hat Marco Göllner in großem Rahmen recherchieren müssen, um selbst die Geschichte in der Geschichte zu entwickeln. Aber nicht nur das ist ihm gelungen, sondern auch der erstmalige Einsatz einer Erzählerin zu Beginn eines jeden Rückblicks. Neben den Neuerungen und experimentierfreudigen Elementen wurde die Folge aber auch etwas in die Länge gezogen. So zum Beispiel die Szene mit den Freibeutern/Fischern. Auch wenn sie, meiner Meinung nach, recht gut arrangiert wurde, so passt diese Szene weder zur Geschichte um Dorian noch zu der um Mackandal. Wenn es einem also missfällt, kann man an der Stelle getrost zum nächsten Titel springen und spart dadurch 10 Minuten, was die überlange Folge wieder normal erscheinen lässt. Und der fiese Cliffhänger tut dann sein Übriges.

Die Stimmen sind wie in jeder Folge durchweg gut und um einiges besser als in manch anderen Hörspielserien. Allerdings muss ich zur Sprechrolle des Helden sagen, dass mich seine Art langsam etwas nervt. Nicht etwa weil Thomas Schmuckert keinen Elan mehr nach 15 Episoden mitbringt, ganz im Gegenteil, er übertreibt es dann und wann. So kommt mir seine Stimme in manchen Szenen arg trotzig und kindisch, anstatt cool oder zynisch vor. Nervig sind auch die Lautstärkeschwankungen. Hat man gerade eben noch das Volume runtergedreht, weil die stampfenden Elektroklänge in den Ohren wehtun, muss man in der nächsten Minute den Musikboxen wieder die volle Leistung abverlangen, um die flüsternden Sirenen ansatzweise verstehen zu können. Nichtsdestotrotz gibt es natürlich auch Positives über Ton und Musik zu berichten; nicht zuletzt, da einige bekannte Stimmen aus Film und Fernsehen in dieser Folge mitwirken durften. So zum Beispiel Daniela Hoffmann (Julia Roberts), Bernd Vollbrecht (Antonio Banderas) und Klaus Dieter Klebsch (Alec Baldwin, Hugh Laurie). Als rassige und sehr verführerische Valiora, als von Hass geschürter Francois Mackandal und als Asmodi höchstpersönlich können alle drei wirklich überzeugen.

FAZIT
Generell kann man sich bei „Dorian Hunter 15: Die Teufelsinsel“ nicht beklagen, da die Folge durchweg interessant inszeniert wurde. Hier und da gibt es kleinere Schwächen, aber die kann man entweder überspringen oder einfach ignorieren. Für Fans der bombastischen Action wird diese Episode eher langweilig sein, womit das heiß ersehnte Hoffen auf Folge 16 und dem damit verbundenen Finale zwischen Dorian Hunter und Asmodi nur verstärkt wird.

40-sterne

• Genre: Gruselhörspiel • Studio: Folgenreich/Universal (26. August 2011) • ASIN: B0053OLUQ6 • Dauer: 80 Minuten • Auch als mp3-Version erhältlich •

(Bilder © 2011 Folgenreich/Universal)

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