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Bitte nicht öffnen – Bissig! von Charlotte Habersack und Frederic Bertrand

Inhalt:

„Bitte nicht öffnen!“ steht auf dem geheimnisvollen Päckchen, das Nemo bekommt. Klare Sache: Nemo macht es auf …Und dann passieren drei Dinge: 1. Eine Plüschfigur springt heraus, ein verfressener Yeti-Ritter namens Icy-Ice-Monsta – quicklebendig! 2. Draußen schneit es – und das mitten im Sommer! 3. Und der Yeti wird groß. Sehr groß. Zweieinhalb Meter groß! Während die Kleinstadt Boring in Schnee und Eis versinkt, kommen Nemo und seine Freunde ordentlich ins Schwitzen. Denn wie, bitteschön, versteckt man einen Yeti? Ein turbulenter Wettlauf gegen die Zeit beginnt … ((Carlsen Verlag)

Die Aufmachung:

„Das ist ja richtig toll gemacht“, war mein erster Satz nachdem ich das Buch ausgepackt habe. Auch beim weiteren Durchblättern wurden meine erwachsenen Kinderaugen immer größer. Es beginnt bereits beim Einband: Welches Buch hat bitte ein Loch genau an DER Stelle? Oder schaut aus wie ein mehrmals mit Klebeband umwickeltes und eingedelltes Päckchen? „Bitte nicht öffnen – Bissig!“ macht das auf witzige Art und Weise. Auch die Illustrationen sind der Knüller. Jedes Bild beinhaltet unglaublich viele Details, sodass du selbst nach eingängiger Betrachtung noch etwas Neues entdecken kannst.

Die Protagonisten:

Die Protagonisten sind Nepomuk „Nemo“ Pinkowski, Frederik „Fred“ Koch und Oda-Delphine Mandelbrot. (Oda habe ich mir übrigens nach Nemos Beschreibung komplett anders vorgestellt als Frederic Bertrand sie dann tatsächlich gezeichnet hat.) Während Nemo und Fred schon seit Immer befreundet sind, schließt sich Oda dem eingeschworenen Duo erst über ein Schulprojekt an. Nemo ist anfänglich nicht begeistert, da er doch heimlich in Oda verliebt ist. Das führt zu witzigen Situationen zwischen den beiden Kindern, macht sie aber gleich umso sympathischer. Aber auch Fred ist ein richtiger Tollpatsch und sorgt nicht nur einmal für Furore. Getoppt wird das Chaos mit dem kleinen Knuddelmonster Icy Ice-Monsta, welches die Kinder versuchen zu beschützen. Dabei lernen sie nicht nur ihre Stärken und Schwächen neu kennen, sondern wachsen innerhalb ihrer Freundschaft enger zusammen.
Nebst den drei Freunden und dem kleinen Knuddelmonster gibt es noch zahlreiche weitere Charaktere. Dazu gehören die Supermarktbesitzenden Eltern von Nemo, die Schauspieler-Eltern von Oda, die zerstrittenen Eltern von Fred, zahlreiche Nachbarn und Mitschüler, ein Spielwarenhändler, ein Postbote und die Schuldirektorin Frau Dr. Brigitta Spargel. Die meisten der genannten Charaktere bringen viel Humor mit oder wirken amüsant auf den Leser, aber Frau Spargel ist ein wirklicher Schrecken und durchweg unausstehlich.

Der Verlauf:

Die Geschichte um das Knuddelmonster Icy Ice-Monsta bedient sich keiner großen Einleitung, sondern beginnt mit der Übergabe eines Pakets mitten im Leben von Nepomuk „Nemo“ Pinkowski. Gespickt mit Beschreibungen von Charakteren und Orten nimmt die Handlung schnell an Fahrt auf. So lernt der Leser im Verlauf der Handlung nicht nur die drei Protagonisten genauer kennen, sondern auch das kleine Städtchen Boring. Der Stadtname steht im Widerspruch zu seiner Übersetzung, denn in Boring, wie der Leser feststellen wird, ist es alles andere als langweilig: Geheimnisvolle dunkle Gestalten, ein vereinsamtes Iglu, Wanderungen in finsterer Nacht durch dunkle Gassen, ein gefährlich aussehender Bär, u.v.m. Bis zum Ende bleibt „Bitte nicht öffnen – Bissig!“ spannend, lustig und flott.

Das war spitze:

Ein absolutes Highlight von „Bitte nicht öffnen – Bissig!“ sind die Illustrationen von Frederic Bertrand. Seine Zeichnungen sind bereits aus anderen Kinderbüchern bekannt und immer wieder gern gesehen. In jedem Bild steckt viel Liebe zum Detail, was zudem auch ausschlaggebend für die Beliebtheit bei Klein und Groß ist, so aber auch die Geschichte selbst. Meine Schüler (zw. 11 u. 13), mein Papa (knapp 60) und ich (30) hatten Freude am Buch.

Das war nicht spitze:

Auch wenn ich das Buch bisher in großen Tönen gelobt habe, so missfällt es mir, dass ein grundlegender Fakt bis zum Ende der Geschichte nicht aufgeklärt wird. Lediglich der Abspann gibt einen Hinweis zur Klärung. Ich hätte mir gewünscht, dass Frau Habersack dies anderweitig in „Bitte nicht öffnen – Bissig!“ andeutet.

Mein Fazit:

„Bitte nicht öffnen – Bissig!“ ist ein fantastisches Buch für Klein und Groß, sowie für Lesemuffel und Leseeulen. Die zahlreichen Illustrationen bereichern das Abenteuer mit Nemo, Fred, Oda und Icy. Darüber hinaus sieht das Buch im Regal auch super aus, da es vom Einband etwas Besonderes ist.

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