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Percy Jackson – Diebe im Olymp

Inhalt:
New York. Percy Jackson ist mit der Schulklasse auf einem Ausflug ins Metropolitan Museum of Art unterwegs. Zusammen mit seinem einzigen Freund Grover Underwood lauschen sie einem Vortrag von Mr. Brunner über griechische Mythologie bis etwas Merkwürdiges passiert. Eine Vertretungslehrerin verwandelt sich in eine Furie und greift Percy an! Doch Percy wehrt sie mit einem Schwert, welches eben noch ein Kugelschreiber war, ab und die Furie verwandelt sich zu Staub. Während Percy völlig perplex ist, will von der Situation keiner etwas mitbekommen haben, selbst sein bester und einziger Freund Grover nicht. Obwohl Percy auf der schulinternen schwarzen Liste steht und sich keine Unannehmlichkeiten mehr erlauben darf, haut er ab und sucht Trost bei seiner Mutter. Sofort begeben sich die beiden zu einem Strandhaus am Meer. Die vermeintlich schöne Zeit wird durch ein herannahendes Unwetter getrübt. Heftiger Regen, Orkanböen und schäumende Wellen suchen den Strand heim. Als könnte es nicht unschöner werden, steht plötzlich Grover – halb Mensch, halb Ziege – in der Haustür des Strandhauses und erklärt Percy, dass die Götter des Olymps und Wesen der Unterwelt aus der griechischen Mythologie hinter ihm her sind, weil diese vermuten, dass er den Blitz des Zeus gestohlen hat …

Allgemeine Informationen:

Bei „Percy Jackson – Diebe im Olymp“ handelt sich um ein Jugend- und Abenteuerbuch in einem. Da die knapp 450 Seiten einfach zu lesen sind, kann es von Kindern im Altern von 10, aber auch von Omas im Alter von 70 Jahren gelesen werden. Rick Riordan, der den Helden ins Leben gerufen hat, ist Lehrer für die Fächer Englisch und Geschichte gewesen und hat zudem einen Preis für „Bester Lehrer bundesweit“ erworben. Da liegt doch eigentlich die Vermutung nahe, dass die antiken Legenden aus dem alten Griechenland lebhaft und amüsant in einem Abenteuer dargestellt werden.

Informationen zu den Hauptfiguren:
Percy Jackson ist ein zwölfjähriger und unscheinbarer Junge. Er hat nur einen Freund und das genügt ihm auch. Jeder Tag ist für ihn eine Herausforderung, an der er versucht nicht in seltsame Situationen zu geraten, deren Ausgänge ihm mehrere Schulwechsel eingebracht haben. Trotz seiner Probleme hilft ihm seine Mutter, wo sie nur kann. Da Percy seinen Vater nie kennengelernt hat, besteht eine enge Verbindung zwischen ihm und seiner Mutter. Diese Verbindung verhilft Percy ungeahnte Kräfte zu erwecken und ganz langsam beginnt der Außenseiter zum Sieger zu werden.
Anabeth Chase ist ein ganz besonderes Mädchen, welches Percy im Laufe seines Abenteuers kennenlernt. Zwar hat Anabeth im Gegensatz zu Percy einen Vater, doch der scheint sie nie gewollt zu haben. Auch der Kontakt zur Mutter ist abgebrochen, was Anabeth sehr abgehärtet erscheinen lässt. So ist es ihre stürmische Art, die Percy anfänglich nicht mag. Doch gezwungen zusammenzuhalten, werden beide enge Freunde. Anabeth ist eigentlich sehr klug, hübsch und manchmal auch geheimnisvoll. Sie scheint mit der eigenen Vergangenheit noch nicht abgeschlossen zu haben und erlebt ihre ganz eigenen kleinen Abenteuer.
Grover Underwood ist auf den ersten Blick ein Junge mit Gehbehinderung. Er wird von vielen Veranstaltungen ausgeschlossen, hält aber stets zu seinem Freund Percy. Bei genauerer Betrachtung ist Grover jedoch ein Satyr – halb Mensch, halb Ziegenbock. Seine Aufgabe besteht darin, Percy zu beschützen. Dabei wirkt er meist etwas trottelig, gleichzeitig aber auch witzig. Kurz: Er sorgt für den Witz im Trio.
Mr Brunner ist Percy Lateinlehrer und füllt so etwas wie eine Vaterrolle in Percys Leben aus. Er fördert und fordert von dem Jungen nur das Beste. Sein Wissen über die griechische Mythologie ist schier unendlich und hilft dem Trio das Abenteuer zu bestehen. Ein bisschen hatte ich das Gefühl, Mr Riordan hat sich selbst in die Geschichte hineingeschrieben.

Informationen zur Thematik:
Die griechische Mythologie ist eine weit gefächerte Thematik und manchmal staubtrocken. So ist es erfrischend die Wesen des Olymps und des Hades in einem für Kinder geschriebenen Roman zu erkunden. So lernst Du, dass Satyrn die Beschützer von Leben und Natur sind, eine Furie auf Rache sinnt, dass es die drei Großen gibt, u.v.m. 😉
Nachdem ich das Buch beendet hatte, musste ich feststellen, dass Mr Riordan seinen pädagogischen Auftrag als Geschichtslehrer erfolgreich erfüllt hat. Ich habe mich dabei erwischt, wie ich freiwillig mir mehr Wissen über verschiedene Gottheiten und deren Verbindungen angeeignet habe. So kann auch die Allgemeinbildung gefördert werden.

Informationen zum Umfeld:
Das Abenteuer um Percy Jackson findet im heutigen Amerika statt gespickt mit fantastischen Elementen, wie den Gottheiten und anderen Wesen. Während das Abenteuer in New York beginnt, reisen die Percy, Anabeth und Grover durch die USA und durchqueren dabei mehrere Orte, u. a. Los Angeles, wo der beste Part der Geschichte stattfindet. Die Ortschaften werden mit den stereotypischen Merkmalen beschrieben, sodass der Leser weiß, wo er sich befindet, aber von der Handlung nicht abgelenkt wird.

Meinung:
Ich habe „Percy Jackson – Diebe im Olymp“ auch nach dem dritten Mal genossen. Das Abenteuer ist erfrischend und leicht verständlich und (!) beinhaltet keines dieser typischen Teeniedreiecksgeschichten. Letzteres liegt aber auch daran, dass die Protagonisten zwischen 12 und 14 Jahren alt sind.
Insgesamt ist „Percy Jackson – Diebe im Olymp“ in sich schlüssig und komplett erzählt. Jedoch wurde eine Art Cliffhanger in einer Nebengeschichte eingebaut. Diese wiederum wird nicht zu Ende gebracht. Ich, und wahrscheinlich auch nur ich allein, finde solche Cliffhanger recht nervig, weil ich kein Fan von offenen Enden bin. In „Percy Jackson – Diebe im Olymp“ hat Mr Riordan aber ausreichend Hinweise gestreut, dass ich einen starken Verdacht hege, wie es weitergehen wird. Das genügt mir zunächst. 🙂
Und somit schleicht sich das Buch eins, zwei, flux zu meinen Lieblingen. Ich würde es jedem weiterempfehlen, sofern Abenteuergeschichten gemocht werden. 😀

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