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Die Schule der magischen Tiere

Inhalt:
Ida ist neu in der Stadt und wünscht sich nichts mehr als einen guten Start in der Schule zu haben und viele neue Freunde zu finden. Stattdessen trifft sie auf die Mädchengang der Schule und erhält den Spitznamen „Tante Elfriede“. Während alle sie verspotten, ist nur Benni, Idas Tischnachbar, nett zu ihr.
Zu dem rothaarigen Mädchen kam auch Miss Cornfield neu in die Klasse. Sie hat an ihrem ersten Arbeitstag ihren Bruder, den Abenteurer Mortimer Morrison, eingeladen, der den Kindern etwas über magische Tiere erzählt. Zunächst glauben alle, es handle sich dabei nur um Geschichten, doch die Elster Pinkie überzeugte die Klasse mit ihrem Plappermaul vom Gegenteil. So erfahren die Kinder weiterhin, dass jeder von ihnen im laufenden Schuljahr ein eigenes Tier zum Gefährten erhalten soll. Ida und Benni sind die ersten beiden Schüler, die ein Tier bekommen: Ida den Fuchs Rabbat und Benni die Schildkröte Henrietta.
Doch magische Tiere bleiben nicht das einzig Spannende in der Wintersteinschule: Ein geklauter Ohrring, eine vergessene Einladung, gestohlene Wettbewerbsradieschen und Stinkbomben sollen die junge Freundschaft zwischen Ida und Benni noch auf die Probe stellen.

Allgemeine Informationen:
Mit „Die Schule der magischen Tiere“ beginnt Margit Auer ihre erste gleichnamige Kinderbuchserie. Mittlerweile sind 9 Bücher erschienen, was für einen großen Erfolg spricht. Der erste Band umfasst ca. 210 Seiten und lässt sich gut lesen. Das Vokabular ist 8 bis 12-jährigen Kindern angepasst. Aber auch ich bin der Serie nicht abgeneigt, da mich die Geschichte ein wenig an „Die fabelhafte Miss Braitwhistle“ erinnert. 😀

Informationen zu den Hauptfiguren:
Da Miss Cornfield eine Klasse von 12 Jungen und 12 Mädchen unterrichtet, gibt es natürlich eine Vielzahl von verschiedenen Charakteren. Doch in „Die Schule der magischen Tiere“ stehen vor allem die beiden Freunde Ida und Benni im Vordergrund.
Ida Kronenberg hat rote geflochtene Haare und ist neu an der Wintersteinschule. Ihr Start in der neuen Schule verläuft alles andere als harmonisch. So bekommt sie den Spitznamen „Tante Elfriede“ und wird als Besserwisserin tituliert. Ida tut mir daher zu Beginn der Geschichte auch etwas leid, was sich in Freude verwandelt als sie den magischen Fuchs Rabbat zur Seite gestellt bekommt. Mit ihm kann sie über Probleme reden und er steht ihr mit Rat und Tat zur Seite.
Auch der kleine blonde Benjamin „Benni“ Schubert bekommt mit seiner Schildkröte Henrietta Unterstützung, u. a. im Fach Sport und bei zwischenmenschlichen Beziehungen. 200 Jahre Lebenserfahrung helfen scheinbar bei allem. 😉

Informationen zur Thematik:
Geschichten über Schulen gibt es viele, ob nun in publizierter Buchform oder als ganz persönliche Erzählung. Jeder von uns kann darüber berichten, denn wir sind alle irgendwann einmal zur Schule gegangen. Am Ende prägen einen die guten, aber auch die schlechten Erinnerungen. Es gibt Lieblingslehrer, mit denen man über alles quatschen konnte und Lehrer, die einem in Mathe nur die 6 gegeben haben, weil sie einen nicht gemocht haben. Dann sind da noch die beliebten Schüler und die vermeintlich merkwürdigen Schüler. Irgendwie hat sich alles zu einem vollständigen Puzzle zugefügt.
Kreative Menschen, was Margit Auer unabstreitbar ist, spinnen diese Erfahrungen weiter. Dabei entstehen fliegende Klassenzimmer, lustige Klassenlehrerinnen aus Schottland und eben magische Mitstreiter, die einem helfen den Schulalltag zu versüßen, ob beim Helfen mit den Hausaufgaben oder beim simplen Zuhören.
Sie selbst sagte einmal: „Reale Vorbilder gibt es nicht – meine Kinder würden mich erwürgen, wenn ich ihre Lebensläufe oder die ihrer Freunde für meine Bücher verwenden würde. Aber natürlich hole ich mir eine Menge Ideen aus meiner Umgebung. Worüber lachen Kinder? Was beschäftigt sie? Welche Sorgen plagen sie? Die innige Liebe von Kindern zu Tieren spielt in meinen Büchern eine wichtige Rolle. Es war gar kein so großer Schritt von der Realität bis zu dem Gedanken: Was wäre, wenn ich mit meiner Katze, meinem Hund tatsächlich sprechen könnte? (Quelle)

Informationen zum Umfeld:
„Die Schule der magischen Tiere“ spielt in einer unbekannten Stadt in Deutschland. Durch die fehlenden Beschreibungen sollte es dem jungen Leser deutlich einfacher fallen, sich auf die wesentlichen Elemente der Geschichte zu konzentrieren. Ich hingegen fand es schade, dass auf Beschreibungen verzichtet wurde, weshalb ich zwar Spaß beim Lesen hatte, aber nicht Teil der Geschichte war. Nichtsdestotrotz hat Margit Auer eine wunderbare Figurenkonstellation zwischen einer alltäglichen und einer fantastischen Welt geschaffen.

Meinung:
Insgesamt fand ich „Die Schule der magischen Tiere“ einen gelungenen Auftakt. Es ging zügig voran ohne, dass sich lang mit irgendwelchen Erklärungen und Beschreibungen aufgehalten wurde. Aber genau da liegt für mich das Problem: Wenn ein Buch dem Zielpublikum angemessen kürzer ausfällt, bleiben meist die detaillierten Ausführungen von Aussehen der Charaktere und dem Umfeld auf der Strecke. Abgesehen davon hat mir das Buch – auch als erwachsene Person – Spaß beim Lesen bereitet. Es ist abwechslungsreich, vermischt Bekanntes geschickt mit neuen Elementen und weckt Sympathien für die Protagonisten. Zudem möchte ich nun auch erfahren, welche Tiere die anderen Mitschüler erhalten werden.

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